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Düsseldorf Corona: Stadt empfiehlt Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im öffentlichen Raum

Steigende Corona-Zahlen : Stadt Düsseldorf empfiehlt Maske im öffentlichen Raum

Das Gesundheitsamt empfiehlt Bürgern und Besuchern der Stadt, bei Unterschreitung des Mindestabstands auch im öffentlichen Raum einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Einen schweren Corona-Ausbruch gibt es im Luisenheim in Eller. 15 Bewohner des Altenheims werden in Kliniken versorgt. Eine Seniorin verstarb.

Angesichts steigender Infektionszahlen hat das Gesundheitsamt am Freitag an die Düsseldorfer sowie die Besucher der Stadt appelliert, den Mund-Nasen-Schutz auch außerhalb von Bussen, Bahnen, Geschäften und Restaurants zu tragen. Dies mache immer dann Sinn, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewahrt werden könne. „Der Mund-Nasen-Schutz ist einer der wichtigsten und wirksamsten Bausteine, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern“, sagt Klaus Göbels. Der Gesundheitsamtsleiter hatte zuletzt auch die Lockerung der Maskenpflicht im Unterricht der weiterführenden Schulen scharf kritisiert.

Am Freitagabend betonte die Stadt Düsseldorf in einer Pressemitteilung, dass sie ihre Empfehlungen zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes „nicht verändert oder verschärft“ habe. Die Empfehlungen wurden nur aus aktuellem Anlass - den stark steigenden Infektionszahlen - noch einmal erneuert, heißt es.

Aktuell sind in Düsseldorf 179 (+19) Menschen am Coronavirus erkrankt. Die 7-Tages-Inzidenz liegt derzeit bei 26,8 – dieser Wert gibt die Zahl der Neuerkrankungen in den letzten sieben Tagen pro 100.000 Einwohner an. Seit März wurde bei 3248 (+27) Düsseldorfern eine Infektion diagnostiziert. 23 (-2) Menschen werden zurzeit in Krankenhäusern behandelt, davon 3 (-2) auf Intensivstationen. 48 Menschen sind bisher in Düsseldorf gestorben. 1600 (+103) Menschen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Bei anlasslosen Reihentestungen des Gesundheitsamts sind im Luisenheim in Eller in dieser Woche weitere Covid-19-Fälle identifiziert worden. Träger der Einrichtung ist „In Via - katholischer Verband für Mädchen- und Frauenarbeit in Düsseldorf“. In den vergangenen drei Wochen wurden dort bei insgesamt 33 Frauen und Männern Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen. Eine Bewohnerin mit Vorerkrankungen ist gestorben.

Rund 150 Senioren leben in der Einrichtung. 28 von ihnen befinden sich derzeit in Quarantäne. Von ihnen werden 15 in Düsseldorfer Krankenhäusern versorgt. „Die anderen 13 haben wir isoliert vom Rest des Hauses in einem eigenen Bereich untergebracht“, sagt Heimleiter Tobias Wegerhof auf Anfrage. Auch 14 der rund 170 Mitarbeiter des Heims haben sich mit dem Coronavirus infiziert.

Bereits im August waren alle Bewohner und Mitarbeiter getestet worden. „Damals hatte es nicht einen einzigen positiven Fall gegeben“, sagt Wegerhof. Seine Einrichtung kooperiere eng mit den städtischen Behörden. „Wir arbeiten mit allen uns zur Verfügung stehenden Kräften daran, dass alle Infizierten wieder schnell genesen“, sagt der Heimleiter.

Folgende Grundregeln hat das Robert Koch-Institut für das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes beziehungsweise sogenannter „Community Masken“ veröffentlicht:

  • Auch mit Maske sollten die gängigen Hygienevorschriften sowie der Mindestabstand von 1,5 Metern weiterhin eingehalten werden.
  • Beim Aufziehen einer Maske ist darauf zu achten, dass die Innenseite nicht kontaminiert wird. Die Hände sollten vorher gründlich mit Seife gewaschen werden.
  • Die Maske muss richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren.
  • Bei der ersten Verwendung sollte getestet werden, ob die Maske genügend Luft durchlässt, um das normale Atmen möglichst wenig zu behindern.
  • Eine durchfeuchtete Maske sollte umgehend abgenommen und gegebenenfalls ausgetauscht werden.
  • Die Außenseite der gebrauchten Maske ist potenziell erregerhaltig. Um eine Kontaminierung der Hände zu verhindern, sollte diese möglichst nicht berührt werden.
  • Nach Absetzen der Maske sollten die Hände unter Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln gründlich, mindestens 20 bis 30 Sekunden, mit Seife gewaschen werden.

Darüber hinaus gilt für Stoffmasken folgendes:

  • Die Maske sollte nach dem Abnehmen in einem Beutel luftdicht verschlossen aufbewahrt oder sofort gewaschen werden.
  • Die Aufbewahrung sollte nur über möglichst kurze Zeit erfolgen, um vor allem Schimmelbildung zu vermeiden.
  • Masken sollten nach einmaliger Nutzung idealerweise bei 95 Grad, mindestens aber bei 60 Grad gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden.
  • Eventuelle Herstellerangaben zur maximalen Zyklusanzahl, nach der die Festigkeit und Funktionalität noch gegeben ist, sind zu beachten.