Düsseldorf: Chinesische Wollhandkrabbe Krusty in Pempelfort gefunden

Wie kam sie dorthin? : Chinesische Krabbe in Düsseldorf auf der Straße gefunden

Am Samstag wurde eine ausgewachsene chinesische Wollhandkrabbe in Düsseldorf-Pempelfort mitten auf der Straße gefunden. Die Tiere leben im Rhein und gelten in Asien als Delikatesse. Wie das Tier dorthin gekommen ist, ist unklar.

„Diese nette Wollhandkrabbe wurde in Pempelfort, mitten auf der Straße gefunden“, schrieb das Tierheim Düsseldorf am Samstag zu einem Foto von dem etwa 30 Zentimeter großen Scherentier auf Facebook. Darüber, wie die Krabbe dorthin gekommen ist, hat Carsten Schütz vom Tierrettungsdienst mehrere Theorien.

In der Nähe des Fundortes befänden sich mehrere Restaurants, „möglicherweise ist sie dem Kochtopf entwischt“. Denn im asiatischen Raum gelten Wollhandkrebse wohl als Delikatesse. Möglicherweise stammt die Krabbe aber auch aus einem Privathaushalt. Dafür spräche, dass sie relativ handzahm ist, so Schütz. „Normalerweise fahren die Krebse direkt ihre Scheren aus, wenn man sie anfasst. Dieser hier lässt sich hingegen gut hochheben.“

Tierretter haben in in eine Quarantänestation des Tierheims Düsseldorf gebracht. Foto: Tierrettungsdienst Schütz

Es könnte aber auch sein, dass das Tier tatsächlich im Rhein gelebt hat und vom Ufer in die Innenstadt gewandert ist. Das könne laut Tierretter schon mal vorkommen. Die Krebsart ist ursprünglich in China beheimatet, wurde aber zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch nach Europa eingeschleppt und hat sich hier in manchen Flüssen festgesetzt. Wer regelmäßig im Rhein angelt, der wird vermutlich schon Bekanntschaft mit den Wollhandkrebsen gemacht haben. „Die Tiere verfangen sich gerne in den Netzen der Fischer und reißen sie mit ihren scharfen Scheren kaputt.“

Wie dem auch sei: Der Tierretter hat den Krebs Krusty getauft und in einer Pflegestation des Tierheims Düsseldorf untergebracht. Hier wird der Krebs nun untersucht und aufgepäppelt.

(siev)
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