Düsseldorf: Büroturm Gateway entsteht am Kennedydamm - Expo Real in München

100-Meter-Bau am Kennedydamm: Das wird Düsseldorfs neuer Büroturm

Das Architektenbüro KPF aus London hat den Wettbewerb für die Gestaltung des fast 100 Meter hohen Bürohauses Gateway am Kennedydamm in Düsseldorf gewonnen. Die Pläne wurden auf der Expo in München vorgestellt.

Oberbürgermeister Thomas Geisel hat bei der Präsentation der Landeshauptstadt bei der Immobilienmesse Expo Real in München wegweisende Büro-Projekte ebenso wie neue Wohngebiete im kompletten Stadtgebiet gezeigt. „Wir sind eine starke Immobilienstadt“, sagte Geisel vor rund 400 Zuhörern am Düsseldorf-Stand.

Er nannte etwa den Gewinner des Wettbewerbs für das Büroprojekt Gateway des Unternehmens  Development Partner am Kennedydamm: Durchgesetzt hat sich der Entwurf der Londoner KPF Architekten, die ein markantes 92 Meter hohes Gebäude mit gläserner, zu einer Seite geschwungener Fassade erdacht haben. Geisel betonte die Bedeutung des Grundstücks am Weg vom Flughafen in die Innenstadt, auf dem aktuell das Kennedydamm-Center steht.

Hauptmieter ist bis 2021 das Umweltministerium, nach dessen Auszug kann der alte Bau abgerissen werden. Der Neubau könnte dann bis 2024 fertig sein. Weitere Projekte sind das Yrds von Art Invest (bekannt für das Fürst & Friedrich) an der Mercedesstraße, zu dem ein 17-stöckiges Bürohaus und Wohnhäuser gehören sollen, und ein  möglicher etwa 100 Meter hoher Hochpunkt auf dem Bahnhofsvorplatz. „Lange wurde über diese Fläche geredet, nun wird es konkret“, sagte Geisel.

Für die Kaistraße 1 im Hafen läuft aktuell der Wettbewerb, Geisel sprach hier von „großartigen Entwürfen“. Man werde noch dieses Jahr entscheiden. Ebenfalls noch in diesem Jahr soll die Entscheidung für die Nutzung der Alten Kämmerei am Rathaus fallen, und einen Wettbewerb wird es auch für die bauliche Gestaltung der nahen Kesselstraße geben Zu den herausragenden Wohnprojekten der Präsentation gehörten beispielsweise die Deiker Höfe mit 400 Einheiten, die bald auf dem Gelände der alten Fashion-Häuser in Stockum entstehen sollen. Benannt sind sie nach Carl Deiker, einem Künstler der Düsseldorfer Malerschule. Gleich hinter dem Areal der Fashion-Häuser verläuft auch die Deikerstraße.

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Zu sehen waren zudem neue Wohnungen des Investors Wilma in begehrter Lage an der Witzelstraße sowie die Festenberg-Siedlung, bei der in Eller rund 250 Wohneinheiten mit ansprechender Architektur gehören sollen. Diese lobte auch Planungsexperte Alexander Fils (CDU), der von einer „tollen Entwicklung“ des Projekts sprach.

Insgesamt waren ihm einige der gezeigten Wohnprojekte jedoch zu sehr „beige-braune Soße“, wie er nach der Rede kritisierte: „Während die Bürohäuser klasse sind, ist der Wohnungsbau besonders im preiswerteren Bereich oftmals zu schlicht gestaltet.“ Für die Präsentation des Oberbürgermeisters, bei der er anfangs mit stark aufgedrehtem Mikro gegen die akustische Konkurrenz vom benachbarten Moskau-Stand arbeiten musste, gab es insgesamt viel Zustimmung. Immobilien-Experte Marcel Abel (JLL) lobte, es seien viele ausgereifte und wertige Projekte zu sehen gewesen. „Vor allem auch im Süden der Landeshauptstadt, der oftmals vernachlässigt wird.“ Unter anderem wurden auch die Gewerbe- und Wohnbaupläne für das frühere Nirosta-Gelände an der Hildener Straße gezeigt.

„Wir sind eine stark wachsende Stadt, vor allem wirtschaftlich“, sagte Geisel. Auch der Zuwachs von im Schnitt 5000 Einwohnern pro Jahr stelle Düsseldorf vor Herausforderungen, denen man mit Wohnungsbau, aber auch mit Investitionen in Schulbau und Verkehrsinfrastruktur begegne. Er versprach, die Stadt werde auch künftig immer wieder neue Pläne präsentieren: „Wir haben noch Potenzial, das wir heben können.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: Gateway-Hochhaus am Kennedydamm in Düsseldorf - der Siegerentwurf

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