Düsseldorfer Bürgerinitiative räumt auf Der Kirchplatz soll sauberer und grüner werden

Düsseldorf · Auf Initiative der Anrainergemeinschaft „Die Friedrichs“ hat sich die Gruppe „Schöner Kirchplatz“ zusammengefunden. Beim Mülleinsammeln erfuhren die Anwohner jetzt, wie es mit der Umgestaltung des Platzes weitergehen soll.

 Olaf Huurdeman, Anja Vorspel und Anna S. (v.l.) gehören zu den Bürgern, die den Kirchplatz wieder schön machen wollen.

Olaf Huurdeman, Anja Vorspel und Anna S. (v.l.) gehören zu den Bürgern, die den Kirchplatz wieder schön machen wollen.

Foto: Anne Orthen (orth)

Sturmtief „Zoltan“ peitschte Regen über den Kirchplatz, als sich dort an der Pforte zu St. Peter ein kleines Trüppchen mit Bezirksbürgermeister Dietmar Wolf traf. Ihre Mission: Den Platz vom Müll zu befreien. „Wenn es sein muss, auch bei diesem Wetter“, stellte Olaf Huurdeman fest.

Seit Oktober treffen sich Anwohner auf Initiative der Anrainergemeinschaft „Die Friedrichs“ an jedem dritten Donnerstag im Monat, um ihren Kirchplatz wieder zu einem Ort zu machen, an dem man gerne verweilt. Ein hartes Stück Arbeit, denn die Umgestaltung der Fläche rund um das 1798 erbaute Gotteshaus obliegt sowohl der Kirche als auch der Stadt. Die Planung zieht sich seit Jahren hin, und die Bauarbeiten auf der angrenzenden Friedrichstraße erschweren die Umsetzung zusätzlich.

Beim letzten Aufräum-Treffen für dieses Jahr konnte nun der Vermögensverwalter der Gemeinde St. Peter, Eugen Münstermann, berichten, dass die Umgestaltung endlich konkrete Formen annimmt. 2025 soll hinter der Kirche mit Blick auf die Elisabethstraße ein Kinderspielplatz entstehen und auf der anderen Seite eine Boule-Bahn.

„Eigentlich wollte die Gemeinde den Boden rund um die Kirche versiegeln. Doch die Stadt hatte Einwände, deshalb werden wir wohl die Grünfläche entlang der Kirchenmauer bepflanzen“, erklärte Münstermann. Die Begrünung des Kirchplatzes ist ein wichtiges Thema. Denn im Sommer ist er ein Hotspot im Wortsinn: Die Steine heizen sich massiv auf. Eine robuste Begrünung (mit flachen Wurzeln wegen der Tiefgarage unter dem Platz) wäre eine Option, ebenso Hochbeete, die von Paten gepflegt würden.

In letzter Zeit wird nicht nur die zunehmende Vermüllung des Platzes zum Problem. „Wir haben auch mit Diebstählen und Vandalismus zu kämpfen“, bedauert Münstermann. So wurden mehrfach die Regenrohre der Kirche gestohlen und beim Tag der offenen Tür zum 125. Jubiläum die Figuren des Seitenaltars beschmiert.

Die Gruppe „Schöner Kirchplatz“ will mit ihren regelmäßigen Müllsammelaktionen gegensteuern. Sie haben schon einmal einen Teppich entsorgen müssen – und an diesem Donnerstag fand sich eine ganze Videokassetten-Sammlung im Gebüsch. In Absprache mit der Awista landet der Unrat in den großen Tonnen am Kirchplatz.

Mitmachen Die Interessengemeinschaft „Schöner Kirchplatz“ freut sich über Unterstützung. Kontakt über olaf.huurdeman@fastmail.com und www.die-friedrichstraße-duesseldorf.de.

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