Düsseldorf Boot 2015: Luxuriöse Jachten und kleine Jollen

Düsseldorf : Boot 2015: Luxuriöse Jachten und kleine Jollen

Am Samstag eröffnet in Düsseldorf wieder die Boot. Bis zum 25. Januar zeigt die weltgrößte Wassersportmesse die Trends rund um Segeln, Motorbootfahren, Tauchen oder Angeln. Ein Überblick:

Die Boot in Zahlen 1700 Aussteller aus 57 Ländern werden sich auf 213.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentieren. 1700 Boote und Jachten sind in den Hallen ausgestellt. "Wir rechnen mit einem neuen Spitzenwert bei der Ausstellerzahl und einem Plus von 2,5 Prozent oder rund 2400 Quadratmetern bei der Standfläche", sagt Messechef Werner Dornscheidt.

Die teuerste Jacht Das teuerste Schiff der Boot kommt dieses Jahr von der britischen Werft Princess. Die Princess '98 ist gut 30 Meter lang und kostet 7,3 Millionen Euro. Die Jacht wurde für lange Seereisen konzipiert. Für Eigner und Gäste stehen auf dem Unterdeck fünf Doppelkabinen — vier mit eigener Dusche — zur Verfügung, im Heck befinden sich drei Kabinen für sechs Crewmitglieder. Auf dem Hauptdeck gibt es den Innensteuerstand mit Ecksofa, die Pantry und den Essbereich für acht Personen, der offen in den Salon mit Fensterfront und gläsernen Schiebetüren übergeht. Zwei je 2434 PS starke Dieselmotoren sorgen für eine Höchstgeschwindigkeit von bis 70 Kilometer pro Stunde. Allerdings ist das Schiff, das in Halle 6 zu sehen ist, schon verkauft — an einen reichen Engländer.

Die kleinsten Schiffe Seit etwas mehr als einem Jahr dürfen in Deutschland Motorboote mit weniger als 15 PS ohne Bootsführerschein gefahren werden. Das hat den Markt beflügelt. Das Angebot beginnt ab 10.000 Euro. Im Motorboot-Center in Halle 10 gibt es Tipps zum Einstieg in diese Bootsklasse und auch diverse ausgestellte Kleinboote.

Tauchen Der Tauchsport präsentiert sich in Halle 3. Neben den Philippinen, Indonesien und der Türkei sind erstmals auch Fuerteventura, Griechenland und Jordanien mit eigenen Infoständen für Tauchtouristen vor Ort. Insgesamt gibt es 370 Aussteller aus der Tauchbranche. In einem Tauchturm können Einsteiger direkt vor Ort erste Tauchversuche unternehmen. Da die Nachfrage nach dem Schnuppertauchen auf der Messe erfahrungsgemäß groß ist, werden an die Gäste, die nicht zum Zuge kommen, Gutscheine für einen Schnuppertauchgang ausgegeben.

Kreuzfahrten Erstmals werden auf der Messe Boot auch Kreuzfahrten präsentiert und angeboten. "Gemeinsam mit dem Reiseveranstalter Tui haben wir in Halle 14 den Cruise Pavillon aus der Taufe gehoben, in dem sich unter anderem neun Reedereien präsentieren", sagt Messechef Dornscheidt. Der Kreuzfahrttourismus boomt. 2,1 Millionen deutsche Urlauber verbrachten ihre Ferien 2013 auf Hochsee- oder Flussschiffen.

Segelboote Beim Hallenkonzept gibt es im Segelbereich eine Veränderung. Die Serienhersteller von Segelbooten und Segeljachten, die bisher in der Halle 17 standen, überlassen ihre Plätze den niederländischen Stahljachten. Die Segeljacht-Schau ist nun in den Hallen 15 und 16 zu finden — mit Ausnahme des Segel-Centers, das mit seiner Regattaboot-Schau und dem Bühnenprogramm in der Halle 17 bleibt.

Luxusschiffe Das Luxussegment bei Motorbooten boomt seit Jahren. Rund 60 glamouröse Jachten, Boote und Tender können in Halle 6 besucht werden. Bei Schiffen in Größenordnungen ab 20 Metern wächst das Angebot. Vor allem die Bootsbauer Princess und Sunseeker zeigen eine breite Modellpalette auf — mit Jachten in Längen von 30 und 26 Metern. Andere Aussteller sind Azimut, Ferretti, Sanlorenzo oder Riva. Nicht alle sind aber für jeden Besucher zugänglich.

Katamarane Der Angebotsbereich der Mehrrumpf-Segelboote wurde ausgeweitet. Liebhaber des Katamaran-Segelns dürfen mit einem Zuwachs an großen Kreuzerkatamaranen rechnen. Führende Hersteller, zu denen vor allem französische Werften zählen, bringen Modelle in Größenordnungen ab zehn Metern Länge in die Messehalle 15.

Anreise und Eintritt Die Messe ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Tickets kosten an der Tageskasse 20 Euro, wer im Internet auf der Seite www.boot.de vorbucht, der erhält fünf Euro Rabatt. Kinder und Rentner erhalten Ermäßigungen. Die Tickets gelten als Fahrkarten im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr.

(tb)