Düsseldorf: Biker4kids brechen eigenen Spendenrekord

Charity-Aktion für Düsseldorf : Biker4kids brechen eigenen Spendenrekord

Daniel hat Leukodystrophie, eine Erbkrankheit, die zunehmend sein Gehirn zerstört. Der junge Mann ist im Rollstuhl, sein Gesicht ist aufgedunsen, er ist regungslos. Überall sorgen Geräte mit Schläuchen dafür, dass seine Vitalfunktionen aufrecht erhalten bleiben, manchmal piept etwas, dann drückt seine Mutter Judy auf einen Knopf.

„Es geht ihm heute gut“, sagt sie, „ich erkenne das daran, dass er die Augen weit geöffnet hat“. Dann lacht die 52-Jährige glücklich. „Daniel liebt viel Action um sich herum und die hat er ja heute hier mehr als genug.“ Viele Menschen sind zur Scheckübergabe der Biker4kids gekommen, die meisten sind selbst Mitglieder des Vereins, tragen die schwarzen T-Shirts mit dem bunten, geschwungen Logo. Dazu zählen Sponsoren, städtische Vertreter, Unterstützer in der Organisation des bereits 11. Motorradkorsos und des Rahmenprogramms am 15. Juni auf der Automeile, Hospiz-Mitarbeiter und betroffene Familien. Es ist eine emotionale Veranstaltung zwischen Schnittchen, Sekt, gefühlvollen Reden und einem Film voller Erinnerungen an die beeindruckende Rundfahrt mitten durch Düsseldorf, der sich rund 2500 Biker von überall her angeschlossen haben, und natürlich auch an die Party drum herum. „Ihr seid ein lautes Sprachrohr für ein Thema, auf das man seine Aufmerksamkeit eigentlich nicht so gerne lenkt“, lobt Martin Gierse, Geschäftsführer deutscher Kinderhospizvereine, die Motorradfahrer, „ihr macht Lärm im positiven Sinne“. Die Spendensumme von 86.000 Euro wird je zur Hälfte dem Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Düsseldorf und dem Verein „Freunde und Unterstützer der Kinderhospizarbeit e.V. Düsseldorf“ zu Gute kommen.

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