1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf

Düsseldorf: Betrüger sind an Bankautomaten auf Beutezug

Mehrere Fälle in Düsseldorf : So schützen Sie sich vor Betrügern am Bankautomaten

Zur Zeit sind wieder Betrüger unterwegs, die sich an Geldautomaten in Düsseldorf zu schaffen machen. Sie spähen die PIN der Kunden aus. Wir sagen, wie man sich schützen kann.

Erst im März wurden in Krefeld die mutmaßlichen Täter gefasst, die für Sprengung mehrerer Geldautomaten in Düsseldorf verantwortlich sein sollen. Und jetzt sind schon wieder Gauner unterwegs und machen sich an Geldautomaten in der Landeshauptstadt zu schaffen. Deswegen warnt die Stadtsparkasse Düsseldorf schon seit einigen Tagen ihre Kunden vor dem Ausspähen ihrer PIN durch Betrüger.

„Wir haben vor Kurzem Hinweise bekommen, dass es einen Täterkreis gibt, der wieder aktiv versucht, die PIN von Sparkassenkunden auszuspähen“, erklärt Gerd Meyer, Pressesprecher der Stadtsparkasse Düsseldorf. „Das Tastenfeld, wo man die Geheimnummer eingibt, ist immer von einem Sichtschutz aus Plastik umgeben.“ Doch genau dieser Sichtschutz wurde auf der rechten Seite von den Tätern aufgeschlitzt. Sie bringen dann ein spezielles Gerät an, mit dem sie die PIN von Kunden auslesen können. Die PIN alleine reicht den Betrügern meistens schon. Sie müssen gar nicht auch noch in den Besitz von EC- oder Kreditkarte kommen. Sie nutzen dann sogenannte Dummy Karten, um an das Geld ihrer Opfer zu kommen.

Die unter dem Begriff Skimming bekannte Masche ist seit einiger Zeit in Deutschland wieder auf dem Vormarsch, bestätigt auch das Bundeskriminalamt. Bei den Betrügern handelt es sich nach Polizeiangaben überwiegend um organisierte Banden.

„Der Banküberfall von heute passiert in der Regel nicht mehr in der Schalterhalle mit vorgehaltener Pistole und einem Fluchtauto, das mit laufendem Motor vor der Türe wartet“, so Meyer weiter, „sondern am Geldautomaten durch Betrugssoftware.“ Ein Sicherheitsteam der Stadtsparkasse arbeitet ständig daran, derartige kriminelle Aktivitäten zu unterbinden. „Bislang hatten wir auch noch keine Schadensfälle“, erklärt der Sparkassensprecher. „Aber uns ist es wichtig, unsere Kunden zu sensibilisieren. Wenn man etwas Auffälliges beobachtet, sollte man den Vorgang am Bankautomaten sofort abbrechen oder am besten gar nicht erst einleiten und unverzüglich die Sparkasse anrufen oder die Polizei verständigen.“ Zu solchen auffälligen Dingen gehören am Geldautomaten angebrachte Leisten oder Verblendungen, abstehende und lockere Teile oder Spuren von Kleber rund um den Kartenschlitz. Die Polizei rät beispielsweise Bankkunden, die im Besitz mehrerer Karten sind, den Türöffner eines Geldhauses nicht mit der gleichen Zahlungskarte zu öffnen mit der man dann anschließend Geld abheben möchte. Außerdem sollte man niemals an einem Türöffner einer Bank oder Sparkasse die PIN eingeben. „Kein Geldinstitut verlangt für den Zugang zum Geldautomaten die Eingabe der PIN. Der Kartenleser hat immer nur die Funktion des Türöffners“, so die Polizei.

Wichtig ist auch, darauf zu achten, einen ausreichenden Sicherheitsabstand zum nächsten Kunden zu wahren. Die Polizei rät zudem, während der PIN-Eingabe das Tastaturfeld mit der Hand oder einem anderen Gegenstand abzudecken.

Außerdem ist es wichtig, dass man als Kunde regelmäßig seine Kontoauszüge kontrolliert und bei Auffälligkeiten sofort sein Geldinstitut informiert. Sollte es einmal zu einem Schaden durch Skimming kommen, ersetzt die Stadtsparkasse den Betrag.