Düsseldorf: Benrather Schulzentrum erneut evakuiert – diesmal war es ein Fehlalarm

Nach Reizgas-Alarm am Montag : Schulzentrum in Düsseldorf-Benrath erneut evakuiert

Auch am Dienstag rückte die Feuerwehr mit einem Großaufgebot zum Benrather Schulzentrum an die Hospitalstraße aus. Wie am Montag war die Brandmeldeanlage ausgelöst worden.

Während der Einsatz der Feuerwehr am Montag zwei Stunden dauerte, war der Spuk am Dienstagmittag schnell vorbei. Um 12.15 Uhr wurde die dünne Scheibe an einem Feuerwehrmeldekasten in Mensanähe eingedrückt und dabei ein Feueralarm für die gesamte Schule ausgelöst.

Schulleiter Raimund Millard: „Früher hätten wir schnell in dem Abschnitt nachschauen können, ob es sich um einen Streich gehandelt hat. Seit Ende 2019 ist die Brandmeldeanlage jedoch direkt auf die Feuerwehr geschaltet.“

Zum zweiten mal innerhalb von zwei Unterrichtstagen wurde das Schulgebäude geräumt. „Innerhalb von zehn Minuten waren alle auf dem Sammelplatz“, berichtet Millard davon, dass die Feuerwehr ihm deswegen eine positive Rückmeldung gegeben habe. Schon eine Viertelstunde später saßen jedoch alle wieder im Unterricht.

Am Montag waren die Einsatzkräfte alarmiert worden, weil in einem Treppenhaus Reizgas versprüht worden war. Auch hier hatte die Brandmeldeanlage Alarm geschlagen.

Kurz nach der Frühstückspause hatten einige Schüler, die zurück in ihre Klassenräume gehen wollten, über Hustenreiz sowie Reizungen der Augen und der Gesichtsschleimhäute geklagt. Umgehend wurde über die Lehrer der Schulleiter informiert. Dieser aktivierte die auf die Feuerwehr Düsseldorf aufgeschaltete Brandmeldeanlage, die einen kompletten Evakuierungsalarm des gesamten Schulzentrums auslöste.

Als die ersten Einsatzkräfte ankamen, war der Schultrakt, den sich das Schloß-Gymnasium und die Realschule teilen, bereits geräumt und alle Schüler und Lehrer befanden sich am Sammelplatz.

Die Sichtung und Versorgung der betroffenen Schüler und Lehrer wurden von zwei Notärzten und acht Notfallsanitätern in der Turnhalle durchgeführt. Insgesamt waren es 35 Betroffene, wobei eine Lehrerin und ein Schüler vorsorglich ins Krankenhaus gebracht wurde.

Die Lehrerin des Gymnasiums wurde vom Millard bis zum Wochenende beurlaubt. Der verletzte Schüler geht auf die Realschule. Alle anderen konnten wieder in den Unterricht oder von ihren Eltern in Obhut genommen werden. Da laut Feuerwehr nicht klar gewesen sei, ob jemand vorsätzlich Reizgas versprüht habe, wurde die Polizei eingeschaltet, die Zeugen befragte.

Etwas Positives kann Millard den beiden Einsätzen bei all dem Ärger doch noch abgewinnen. „Wir hätten in Kürze sowieso eine Übung machen müssen. Die erübrigt sich nun.“

Er hofft darauf, dass keine weiteren Schüler auf ähnlich dumme Ideen kommen. „Das Betätigen von Feuermeldern kursiert im Internet als Mutprobe.“ Das mutwillige Auslösen eines Feueralarms kann zudem sehr teuer werden. Feuerwehrsprecher Christopher Schuster sagte, die Kosten für das Ausrücken eines Löschzugs beliefen sich auf rund 1500 Euro. „Und die werden dem Verursacher in Rechnung gestellt.“