Düsseldorf: Düsseldorf bekommt neue Hotelfachschule

Düsseldorf: Düsseldorf bekommt neue Hotelfachschule

Seit geraumer Zeit klagt das Gastgewerbe über einem akuten Führungskräftemangel. Diesem will die Stadt nun mit der Schaffung einer neuen Fachschule für Hotellerie, Gaststätten und Systemgastronomie, der HGS Rheinland, entgegenwirken. Mit dem neuen Weiterbildungsangebot sollen Fachkräfte aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe für mittlere und gehobene Führungspositionen qualifiziert werden. Die Fachschule ist als neuer Bildungsgang in die Schulstruktur des städtischen Berufskollegs Albrecht-Dürer-Schule integriert, wird also mit öffentlichen Mitteln finanziert.

Dringender Bedarf

"Bei uns zahlen die Studierenden im Unterschied zu Hotelfachschulen mit privaten Trägern kein Schulgeld", sagt Stephan Lück, der den neuen Bildungsgang leiten wird. Für das Weiterbildungsangebot können sich Fachkräfte aus dem ganzen Rheinland bewerben. "Wir haben uns mit Berufsschulen aus Köln, Bonn, Aachen, Koblenz und dem gesamten Rheinland abgesprochen", sagt Lück. "Diese sahen, ebenso wie Betriebe, dringenden Bedarf für einen Bildungsgang für Führungskräfte. Gerade dort, wo es gilt, unternehmerische Verantwortung zu übernehmen, fehlten in den letzten Jahren die Fachkräfte. Viele Betriebe mussten schließen, nicht etwa weil es schlecht lief, sondern weil sie keine Nachfolger für die Führungspositionen fanden."

Die Anforderungen, die die HGS Rheinland an Bewerber stellt, sind dementsprechend genau umrissen: "Wir suchen junge Menschen, die zielstrebig sind, eine genaue Vorstellung von dem haben, was sie später machen wollen, und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen", so Lück. Bewerber müssen eine Berufsausbildung abgeschlossen haben und über mindestens ein Jahr Berufserfahrung verfügen.

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Der erste Bildungsgang der neuen Fachschule startet im September. Zehn Lehrer der Albrecht-Dürer-Schule unterrichten, unterstützt von Gastdozenten aus der Praxis, in zwei Klassen insgesamt 50 Studierende. 25 Systemgastronomen besuchen die eine Klasse. In der anderen werden 25 Fachkräfte aus der Hotellerie und Gastronomie unterrichtet.

Der Bildungsgang dauert zwei Jahre. Die Studierenden werden in den Bereichen Personalorganisation, sowie rechtliche und kaufmännische Grundlagen des Gastgewerbes und Marketing ausgebildet. Sie können den Abschluss des staatlich geprüften Betriebsleiters erwerben. "Wir wollen die Teilnehmer für Filial- und Abteilungsleiterposten sowie Posten in der Geschäftsführung qualifizieren. Sie sollen Allrounder werden, die die Fäden in der Hand halten", sagt Lück.

(RP)
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