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Düsseldorf: Bahnübergang Hackenbruch bleibt ein Sicherheitsrisiko

Verkehr in Düsseldorf : Bahnübergang Hackenbruch bleibt ein Sicherheitsrisiko

Vor zehn Jahren gab es an dem Bahnübergang in Düsseldorf-Eller einen schweren Unfall. Danach sollte die Stelle sicherer gemacht werden – doch die angepeilte Machbarkeitsstudie ist noch immer nicht beauftragt worden.

Zehn Jahre ist es her, dass „Das Wunder von Eller“ für Schlagzeilen sorgte: Am Bahnübergang Hackenbruch stießen nach 20 Uhr zwei Güterzüge mit einem liegen gebliebenen Linienbus zusammen, der in zwei Stücke gerissen wurde. Doch Fahrer und Fahrgäste konnten sich retten, niemand wurde ernsthaft verletzt. 2013 kam es an dieser Stelle erneut zu einem Unfall.

Schnell waren sich im Anschluss alle einig: Hier muss etwas passieren, die Halbschrankenanlage ist unzureichend – doch bis heute ist nichts passiert. In der Sitzung der Bezirksvertretung 8 rutschte das Thema dann doch noch einmal auf die Tagesordnung, von der Verwaltung gab es eine Informationsvorlage, die von den Politikern mit einer Mischung aus Verwunderung und Entsetzen entgegengenommen wurde. Denn bisher sei „wegen anhaltender personeller Kapazitätsengpässe“ keine Machbarkeitsstudie beauftragt worden. Wann das geschieht, könne nicht konkret gesagt werden.

Auf der Basis dieser verkehrlichen Machbarkeitsstudie sollte eigentlich eine Planungsvereinbarung mit der Bahn (DB Netz AG) abgeschlossen und daraufhin ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden, um den Kreuzungsbereich sicherer zu gestalten. Die DB Netz habe außerdem erklärt, dass sie trotz mehrfacher Nachfragen bisher keine Stellungnahme des Eisenbahnbundesamtes bezüglich einer Gefahrenfreiraumüberwachung in Zusammenhang mit einer Halbschrankenanlage – etwa durch Infrarot-Lichtschranken oder Radarscanner – erhalten habe. Und einen wirksamen Ansatz, das Eisenbahnbundesamt dazu zu bewegen, sei auch nicht zu sehen.

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Während die DB Netz einen Vollschrankenabschluss am Hackenbruch favorisiert, um rechtlichen Problemen vorzubeugen, präferiert die Stadt eine komplette Auflösung der beiden Bahnübergänge und die Schaffung einer Straßenunterführung. Dass weder die Machbarkeitsstudie beauftragt noch die Möglichkeit einer Gefahrenfreiraumüberwachung wegen der Weigerung des Eisenbahnbundesamtes, sich zu äußern, ernsthaft angegangen worden sei, kritisiert die Lokalpolitik scharf. „Eine Behördenposse zulasten der Sicherheit in Eller“, sagt etwa Christian Rütz von der CDU.