Barrierefreiheit in Düsseldorf Ausbau der Haltestelle „Pöhlenweg“ ist gestartet

Düsseldorf · Der Haltepunkt der Linien U73, U83 und 709 soll modern und barrierefrei gestaltet werden. Die Haltestelle „Vor der Hardt“ entfällt dafür dauerhaft.

 Die Haltestelle Pöhlenweg wird barrierefrei ausgebaut. .

Die Haltestelle Pöhlenweg wird barrierefrei ausgebaut. .

Foto: Marc Ingel

Die Stadt Düsseldorf und die Rheinbahn verfolgen das gemeinsame Ziel, alle Haltestellen so auszubauen, dass sie von allen Bevölkerungsgruppen genutzt werden können. Deshalb wird in den nächsten drei Monaten die Haltestelle „Pöhlenweg“ der Linien U73, U83 und 709 auf der Ludenberger Straße barrierefrei umgestaltet. Damit verbunden sind umfangreiche Straßen-, Gehweg- und Gleisbauarbeiten. Beidseitig erneuert die Rheinbahn zum Beispiel die Gleise auf einer Länge von rund 370 Metern. Hinzu kommen unter anderem Arbeiten an den Entwässerungsanlagen, der öffentlichen Beleuchtung und den Lichtsignalanlagen.

Entstehen werden zwei moderne Steige mit 60 Metern Nutzlänge, erhöht und ausgestattet mit taktilen Leitsystemen, gesicherten Überwegen, transparenten, einsehbaren Wartehallen und digitalen Anzeigetafeln mit Vorlesefunktion. Bislang mussten die Fahrgäste am Bahnsteig stadteinwärts über die Fahrbahn ein- und aussteigen. Die Nachbarhaltestelle „Vor der Hardt“, die es nur in Richtung Innenstadt gibt und die die Fahrgäste sehr wenig nutzen, wird dafür künftig entfallen.

Die Gesamtkosten des Ausbaus betragen rund 5,44 Millionen Euro, dabei entfallen unter anderem 2,66 Millionen Euro auf den Haltestellenumbau mit den Gleisanlagen und den Seitenräumen und 1,3 Millionen auf den Ersatzverkehr. Der barrierefreie Ausbau wird zu einem großen Anteil durch den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

Die Bauarbeiten sind in mehrere Phasen unterteilt und mit Einschränkungen im Verkehr verbunden. In den Sommerferien, also bis zum 20. August, gibt es eine Vollsperrung, sowohl für die Bahnen, als auch für den Individualverkehr. Umleitungen und Ersatzbusse werden eingerichtet. Vom 21. August bis zum 2. September gilt die Sperrung weiterhin für die Bahnen. Der Autoverkehr kann in dieser Zeit stadteinwärts wieder fahren.

„Der Anteil der Niederflur-Haltestellen, die wir bereits barrierefrei ausgebaut haben, steigt mit dieser Haltestelle auf 51 Prozent“, erklärt Michael Richarz, Vorstand Technik und Betrieb der Rheinbahn. Mobilitäts- und Umweltdezernent Jochen Kral ergänzt: „Ziel ist es, damit die Lebensqualität in unserer Stadt für mobilitätseingeschränkte Menschen zu verbessern. Gleichzeitig sollen die Vorteile moderner, barrierefreier Bahnsteige die Bereitschaft erhöhen, den ÖPNV anstelle des eigenen Autos zu nutzen.“ Fragen rund um den Ersatzverkehr der Rheinbahn werden unter der Telefonnummer 0800 6504030 beantwortet.