Großevent in Düsseldorf Düsseldorf bei Bewerbung für Frauen-Fußball-WM dabei

Düsseldorf · Mit den Niederlanden und Belgien zusammen will sich der DFB für die Großveranstaltung im Jahr 2027 bewerben. Gegen wen sich Düsseldorf jetzt aus welchen Gründen durchgesetzt hat.

Die Arena von oben.

Die Arena von oben.

Foto: RP/Stadt

Die Arena in Düsseldorf könnte zu einer Spielstätte bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen im Jahr 2027 werden. Eine erste wichtige Hürde ist jetzt genommen worden: Düsseldorf ist Teil der gemeinsamen Bewerbung von Deutschland mit den Niederlanden und Belgien. Mit den beiden Nachbarländern war bereits vereinbart worden, dass vier Stadien aus NRW teil des Konzeptes sein sollen. Es gab allerdings neben Düsseldorf mit Aachen, Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen, Köln und Mönchengladbach insgesamt sieben Bewerber.

Der Deutsche Fußballbund (DFB) hat jetzt seine Auswahl getroffen. Zum finalen Kreis der Bewerberstädte gehören zudem Dortmund, sowie Duisburg und Köln. In den beiden letztgenannten Städten gibt es Bundesliga-Mannschaften der Frauen. Zwei Heimspielstätten von Männer-Bundesligamannschaften (Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach) gehen leer aus.

Bei der Auswahl wurden laut Mitteilung der Stadt Düsseldorf „neben den infrastrukturellen Voraussetzungen auch Konzepte zur Entwicklung des Mädchen- und Frauenfußballs sowie ein Konzept zur Frauen- und Vielfaltentwicklung im Auswahlprozess berücksichtigt“.

Auch im Zuge dieser Entscheidung entwickelt sich Düsseldorf immer mehr zu einem etablierten Ort für Sport-Großveranstaltungen. Nach dem Start der Tour de France in Düsseldorf vor fünf Jahren wird die Landeshauptstadt 2024 auch Austragungsort der Fußball-Europameisterschaft der Männer sein. (Auch da blieb übrigens Gladbach mit seiner Bewerbung erfolglos.) Für das gleiche Jahr ist das Auftaktspiel der Handball-Europameisterschaft in der Arena geplant. Die Invictus Games kommen schon ein Jahr vorher. Es gab auch mal andere Zeiten: Noch im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft im Jahr 2006 in Deutschland war Düsseldorf leer ausgegangen.

Oberbürgermeister Stephan Keller sagt jetzt zur guten Nachricht für die Sportstadt: „Wir haben einmal mehr bewiesen, dass Düsseldorf zu den Top-Städten zur Ausrichtung namhafter Großveranstaltungen gehört. Die Vergabe der Fifa-Frauen-Fußball-WM an unser starkes Bewerber-Bündnis mit den Niederlanden und Belgien wäre ein weiterer, wichtiger Impuls, um unseren Mädchen- und Frauen-Fußball zu stärken und uns 2027 einem weltweiten Publikum als echte Sportstadt präsentieren zu können.“

Mögliche Konkurrenten für den Verbund aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien könnten etwa die USA, Chile oder auch Italien sein. Die nächste Weltmeisterschaft der Frauen findet 2023 in Australien und Neuseeland statt. Für Begeisterung und hohe Einschaltquoten sorgte zuletzt die Europameisterschaft in England. Deutschland unterlag gegen die Gastgeberinnen im Finale.

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