Düsseldorf: Anschlag in Altstadt geplant - Freispruch für Mahmood B.

Urteil: Freispruch im Prozess um geplantes Attentat in Düsseldorfer Altstadt

In dem Verfahren um einen geplanten Terroranschlag in der Düsseldorfer Altstadt ist ein Urteil gefallen: Der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf hat den Angeklagten Mahmood B. nach Abtrennung des Verfahrens gegen ihn freigesprochen.

Das teilte das Gericht schriftlich mit. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Auch der Vertreter der Bundesanwaltschaft hatte schließlich am Mittwoch einen Freispruch beantragt. Dem Angeklagten sei eine Beteiligung an den Anschlagsplänen nicht nachzuweisen gewesen, befand schließlich das Oberlandesgericht Düsseldorf.

Die Verteidiger des 26-Jährigen warfen der Bundesanwaltschaft vor, ihrem Mandanten 13 Monate seines Lebens gestohlen zu haben, indem sie ausschließlich auf dem dubiosen Hauptangeklagten vertraut hätten. Der Jordanier war 2015 nach Deutschland gekommen und hatte sich als Syrer ausgegeben und war 2016 in Mülheim/Ruhr festgenommen worden.

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Der Hauptangeklagte Saleh A. hatte vor Gericht ausgesagt, den Mitangeklagten fälschlich belastet zu haben. Er habe mit den Terrorplänen in Wirklichkeit nichts zu tun. Gegen die beiden anderen Angeklagten wird weiter verhandelt.

Angeblich hatte die IS-Führung in Rakka den Auftrag für einen verheerenden Terroranschlag in Düsseldorf erteilt. Zwei Selbstmordattentäter sollten sich dabei inmitten von Altstadtbesuchern in die Luft sprengen und weitere Terroristen an den Ausgängen der Altstadt mit Kalaschnikows möglichst viele flüchtende Menschen erschießen.

(hpaw)