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Düsseldorf: ADFC-Umfrage zum Fahrradklima endet am Freitag

Düsseldorf : Umfrage zum Fahrradklima endet am Freitag

Für die bundesweite Online-Befragung des ADFC können Radfahrer die Qualität des Fahrradverkehrs in Düsseldorf bewerten.

Noch bis Freitag, den 30. November, haben Fahrradfahrer die Möglichkeit, für den „Fahrradklima-Test“ des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) den Radverkehr in Düsseldorf bewerten. Der Online-Fragebogen kann über die Seite www.­fahrradklima-test.de aufgerufen und ausgefüllt werden. Berücksichtigt werden in der Befragung beispielsweise der Stellenwert des Radverkehrs, das Radverkehrsnetz sowie Sicherheit und Komfort beim Radfahren. Neu ist zusätzlich die Kategorie Familien und Kinder. Wer keinen Zugang zum Internet besitzt, kann den Fragebogen auch im Fahrrad-Infozentrum des ADFC an der Siemensstraße 46 in Oberbilk ausfüllen. Ausschlaggebend für eine repräsentative Auswertung ist eine hohe Teilnehmerzahl – je mehr Rückmeldungen der ADFC erhält, desto höher also der Aussagewert der Befragung.

Der bundesweite „Fahrradklima-Test“ ist die weltweit größte Umfrage zum Thema Radverkehr und wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur initiiert. „Die Sicherheit – auch die gefühlte – auf dem Fahrrad entscheidet darüber, ob Menschen Rad fahren oder nicht. Wir sind gespannt, was sich in Düsseldorf nach Meinung der Radfahrenden getan hat“, erklärt die stellvertretende ADFC-Vorsitzende Lerke Tyra.

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Beim letzten Ranking 2016 landete Düsseldorf mit der Benotung 4,2 auf Platz 28 der 39 deutschen Städte mit mehr als 200.000 Einwohnern. Im Landesvergleich schnitt Düsseldorf ähnlich schlecht ab und erreichte lediglich Platz 10 von 15 nordrhein-westfälischen Großstädten. „Der Fahrradklima-Test wird uns schwarz auf weiß zeigen, was in den letzten zwei Jahren in der Landeshauptstadt in Sachen Fahrradfreundlichkeit passiert ist, ob Düsseldorf seine Hausaufgaben gemacht hat und was von den neuen Maßnahmen positiv zu Buche schlägt“, sagt Tyra. Jedoch befürchtet sie, dass die diesjährige Platzierung ähnlich enttäuschend ausfallen wird wie vor zwei Jahren: „Was 2016 negativ bewertet wurde, wie schlechte Verkehrsführung an Baustellen, fehlende Falschparkerkontrolle auf Radwegen und schlechte Ampelschaltung für Radfahrende, sind genau die Themen, die uns bis heute sehr ärgern.“ Die Ergebnisse der Befragung stehen den teilnehmenden Kommunen voraussichtlich im Frühjahr 2019 zur Verfügung. Damit erhalten sie wichtige Hinweise für ihre zukünftige Schwerpunktsetzung beim Thema Radverkehr.

Aktuell läuft zudem die Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ für ein Radgesetz in NRW. Diese können Bürger, die sich für eine neue Ausrichtung der Verkehrspolitik einsetzen möchten, in landesweit über 300 Sammelstellen unterschreiben. In Düsseldorf ist das beispielsweise im Fahrrad-Info-Zentrum des ADFC in Oberbilk möglich.

Der ADFC Düsseldorf hat rund 2.500 Mitglieder. Er engagiert sich auf kommunalpolitischer Ebene für die Interessen von Radfahrern und die Förderung des Radverkehrs.

Johanna Porten

(jpo)