Düsseldorf: 700 Millionen für den Schulbau

Schulbautour 2018: Hier werden Düsseldorfs Schulbau-Millionen ausgegeben

Ferienzeit ist Schulbauzeit: Bei einer Tour zeigte die Stadt, wo saniert, erweitert und neu gebaut wird. Allein der Neubau der Realschule Golzheim kostet 25 Millionen Euro.

Mehr als 700 Millionen Euro investiert die Stadt bis 2022 in den Schulbau. „Wir müssen auch größere Projekte schnell realisieren und bei der Planung Weitsicht zeigen“, sagt Stadtdirektor Burkhard Hintzsche. Doch wohin genau fließt das Geld eigentlich? Antworten gab die Stadt auf einer Tour zu fünf Projekten an vier Standorten.

Völklinger Straße Gleich hinter der Handwerkskammer wird das neue Luisen-Gymnasium entstehen. Noch schweift der Blick über eine grüne Fläche, die in Teilen landwirtschaftlich genutzt wird. „2023/24 wird hier der erste Unterricht stattfinden“, sagt Schulbau-Koordinator Florian Dirszus. Vier Klassen pro Jahrgang wird es in der neuen Schule geben – einen Zug mehr als im denkmalgeschützten Gebäude an der Bastionstraße. Gleich hinter der Schule entsteht eine Drei- oder Vierfach-Sporthalle. Sie wird bis zu 1000 Zuschauern Platz bieten. Eine Machbarkeitsstudie liegt inzwischen vor. Die Kosten für das Projekt können bislang nur grob geschätzt werden. Hintzsche nennt zur Orientierung „rund 50 Millionen Euro“. In der Diskussion ist auch, auf dem Areal ein neues Technisches Rathaus zu errichten und auf einem Teil der Fläche Wohnungen zu bauen.

Handwerker Reiner Erkelenz in der Grundschule an der Max-Halbe-Straße Foto: Janssen, Jörg

Fleher Straße Wenige Kilometer weiter macht Polier Frank Gerloff einen Rundgang durch einen der drei Neubauten auf dem Gelände. Die gehören zur katholischen Grundschule Fleher Straße, die von zwei auf drei Züge erweitert wird. „Turbo-Schule“ nennt Heinrich Labbert, Geschäftsführer der städtischen Schulbau-Firma IPM das Neun-Millionen-Euro-Projekt. Die Netto-Bauzeit für die neuen Klassen- und Ganztagsräume einschließlich neuer Mensa betrage nur ein gutes Jahr. Eine besondere Herausforderung an diesem Standort: Zwei Altbauten aus der Kaiser- sowie der Nachkriegszeit und die drei neuen Baukörper müssen zu einer Schule aus einem Guss verbunden werden. Wie das gehen soll, lässt sich im Rohbau der Mensa bereits erkennen. Hier gelangen die Jungen und Mädchen künftig über eine Empore aus den älteren Klassentrakten zur Essensausgabe.

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Koetschaustraße 14 Millionen Euro investiert die Stadt in die Sanierung und Erweiterung des Max-Planck-Gymnasiums in Stockum. In dem Neubau entsteht ein dreigeschossiger Trakt mit neun Klassen und sechs naturwissenschaftlichen Räumen. Im Erdgeschoss wird sich eine Mensa mit Cafeteria befinden. Mit dem Schuljahr 2019/20 wird das Gymnasium fünfzügig. Das jetzige Gebäude wird im Bestand saniert, aus den alten Naturwissenschafts- werden reguläre Klassenräume. Auf dem Sportplatz gleich nebenan wird die „Realschule Golzheim“ (die dann in Stockum liegen wird) ein neues Zuhause erhalten. Hier werden ab 2020/21 bis zu 750 Schüler in 25 Klassen unterrichtet. Kosten des Projekts: rund 25,5 Millionen Euro.

Stillleben mit Baumaterial in der neuen Turnhalle der KGS Fleher Straße Foto: Janssen, Jörg

Max-Halbe-Straße Für 2,5 Millionen Euro wird die Mörsenbroicher Gemeinschaftsgrundschule von zwei Zügen mit acht auf künftig drei Züge mit zwölf Klassen pro Jahrgang erweitert. Möglich wurde das, weil ein von Künstlern 20 Jahre als Atelier genutzter Gebäudeteil nun in den Schulbetrieb integriert wird. Die Schule wird kernsaniert und durch einen Aufzug barrierefrei.

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