Düsseldorf 2018: Das Jahr des Auffstiegs

Jahresrückblick in Düsseldorf : Das Jahr des Aufstiegs

Schluss, aus, Ende – 2018 ist vorbei. Daher schauen wir zurück auf die vergangenen zwölf Monate und wundern uns: Wie – das war dieses Jahr? Ja, war es! Unser Autor Hans Onkelbach hat die wichtigsten Ereignisse 2018 zusammengefasst.

Die Zeit regelt vieles, unter anderem zeigt sie uns, was wirklich wichtig war und daher nicht vergessen wird. Aber das empfindet jeder anders. Was auch mit den Lebensumständen zusammen hängt. Wer zum Beispiel nur Fahrrad fährt, wird sich über das drohende Diesel-Fahrverbot kaum aufregen, höchstens freuen. Im Januar tauchte diese Option für Düsseldorf erstmals auf. Allerdings noch sehr vage. Viel konkreter dagegen die Ankündigung, dass Straßenreinigung teurer wird. So etwas interessiert die Leute, weil es sie direkt betrifft. Eher unklar dagegen der Versuch der CDU, einen Spitzenkandidaten für die Wahl 2020 zu finden – vielleicht blieb auch deshalb alles offen. Es sind die realen Dinge, die uns bewegen – zu volle Notfallambulanzen, das Winterhochwasser (Pegel 8,20 ), Aldis Ankündigung, in den Kö-Bogen II zu wollen oder dass die 701 nun endlich bis an den Dome in Rath fährt. Dass die Stadt 80 E-Ladesäulen installieren will, wird eher mit Achselzucken zur Kenntnis genommen. Wie auch die Statistik, wonach Düsseldorf weiter wächst, was die Wohnpreise steigen lässt. Alles wie gehabt also, bis auf den Sturm Friederike – als er übers Land tobt, kann keiner so tun, als ginge ihn das nichts an.

Aber so ein Sturm, der geht schnell vorbei. Anders als die neuen Schranken am Flughafen. Die sollen nämlich bleiben – und verursachen mächtiges Chaos. Was sich im Laufe der Zeit zwar einspielt, aber nicht wirklich Freunde findet. Apropos Flughafen: Eurowings verkündet im Februar, künftig 250 Flüge am Tag ab DUS abzuwickeln. Da atmen alle auf, die bisher von Air Berlin mit einem vollen Flugplan verwöhnt wurden. Streit gibt es dagegen um ein weiteres Möbelhaus in Rath: Höffner, nach langem Hickhack eigentlich am Zuge, verkündet eigenmächtig eine Planänderung (Logistikzentrum!) und stößt auf Empörung. Der Anfang vom Ende, wie man später erkennt. Optimistisch ist dagegen ein Projekt der Jüdischen Gemeinde: Mit Muslimen und Christen arbeitet man an einem gemeinsamen Rosenmontagszugwagen. Das ist wirklich neu. Wie Zurheide an der Berliner Allee: Der Edel-Supermarkt hat das frühere Kaufhof-Gebäude umgebaut und will bald einziehen. Man ist gespannt. Belustigt schauen die Düsseldorfer auf eine Mops-Ausstellung im Hetjens-Museum, gucken erstaunt auf Beton-Poller als Lkw-Sperren und müssen sich von Nemo verabschieden. Nein, nicht von dem Pantomimen, dem geht es gut – sondern von dem kleinen Otter aus dem Aquazoo. Im – für Otter – biblischen Alter von zwölf Jahren schläft der putzige Kerl friedlich und für immer ein. Traurig.

Die Debatte um das Ed-Sheeran-Konzert beginnt

Wie der Streit um das Möbelhaus in Rath. Dass er eskaliert, wundert keinen mehr, und dass man für ein Ed-Sheeran-Konzert an der Messe ein paar Dutzend Bäume fällen will, lässt ebenfalls Probleme erwarten. Die dann auch prompt kommen, obwohl Düsseldorf ein solches Open-Air-Gelände dringend bräuchte. Genau so wie eine endlich modernisierte Oper. Die alte ist marode und muss für viel Geld saniert werden. Abreißen, schlägt die FDP im März vor – und im Hafen neu bauen. Tolle Idee, finden viele – aber eben nicht alle. Wie immer. Einig ist man sich allerdings in Düsseldorf im Bedauern angesichts der Schließung des alteingesessenen Fachgeschäfts Hennig am Jan-Wellem-Platz: Jahrelange Baustelle und der wachsende Online-Handel zwingen zur Aufgabe. So sind die Zeiten! Was sich auch an den Fashion-Häusern in Stockum zeigt: Einst und sehr lange eine Art Mekka der Mode-Welt, scheinbar für weitere Jahrzehnte gebaut, aber heutzutage braucht man sie nicht mehr. Ein Finanzinvestor kauft die auch optisch aus der Zeit gefallenen Bauwerke. Sie werden verschwinden, heißt es – für Wohnungen und Büros.

2018 war auch das Jahr der großen Dürre. Foto: Bretz, Andreas (abr)

Wenn das mit dem Verschwinden immer so einfach wäre! Seit Jahren nerven riesige Schwärme von Gänsen die Leute, nun kommt man auf die Idee, Eier aus den Nestern zu nehmen. Solche Vorschläge können nur von Menschen kommen, die keine Ahnung von der Intelligenz dieses Federviehs haben. Mit einer Lösung ist so schnell nicht zu rechnen. Wie bei der CDU. Hinter den Kulissen wird weiter über den Spitzenkandidaten geredet, aber keiner kommt aus der Deckung. Im Gegenteil: Der mögliche Kandidat Andreas Hartnigk winkt ab – er stehe nicht zur Verfügung. Hartnäckig hält sich das Gerücht, man versuche, Joachim Erwins (gestorben 2008) Tochter Angela Erwin zu überzeugen. Ob’s gelingt? Wer weiß! Eindeutig dagegen die Reaktion der Polizei auf Raser und Poser: Weil immer mehr Bürger genervt sind von den PS-Protzern, greift die Polizei ein – tiefer, breiter, lauter, schneller ist unerwünscht. Ruhe bitte!

Es sei denn, es geht um Fußball. Partystimmung in der Stadt: Fortuna steigt im April auf in die 1. Bundesliga. Und prompt hört man wieder das Lied „Nie mehr zweite Liga!“ Schaun mer mal, sagen Skeptiker.

Reden wir mal von Geld: OB Thomas Geisel will angesichts klammer werdender Kassen mehr von der Stadtsparkasse (was von dort nicht goutiert wird). Womöglich braucht man es aufgrund neuer Richtlinien, wonach die Geländer der Brücken für viele Millionen Euro zu erhöhen sind. Alles im April, aber durchaus kein Scherz.

Der Sommer wird ein ganz besonderer

Dass dies ein ganz besonderer Sommer werden wird, ist im Mai bereits zu erahnen. Und zwar nicht nur, weil die Flossis aus dem Hafen verschwinden, Fortuna den Aufstieg feiert und in Heerdt der Neubau des linksrheinischen Hallenbades konkret wird. Nein, es geht ums Wetter – die Temperaturen steigen. Was dem Hotel 25hours nahe Wehrhahn vielleicht zu der Idee verhilft, die Badewannen der Zimmer draußen auf den Balkon zu stellen. Eine verblüffende Optik. Ähnlich erstaunlich wie die überall herumstehenden Leihfahrräder. Weil die keinem wirklich gehören, geht man nachlässig mit ihnen um – einige landen sogar im Kö-Graben. So oder so: Die Dinger werden zum Ärgernis. Parkplätze für Zweiräder sowieso. In den engen Wohnstraßen der City lässt die Stadt Fahrradständer montieren, ausgerechnet auf knappem Parkraum. Das stößt den Anwohnern bitter auf. Wie wohl der frühere OB Joachim Erwin damit umgegangen wäre? Im Mai gedenkt man seiner anlässlich des 10. Todestages.

Als im Juni der Rhein erneut anschwillt, kann sich keiner vorstellen, wenige Wochen später auf ein spärliches Rinnsal schauen zu müssen. Dabei sind die Vorzeichen klar: Viel Sonne, Hitze, kein Regen. Noch schwärmen die Menschen vom Jahrhundertsommer. Später wird das weniger schöne Wort Klimawandel genutzt. Eigentlich perfekte Bedingungen für ein Open-Air-Konzert – aber dass es eins von Ed Sheeran in Düsseldorf geben wird, wird immer unwahrscheinlicher: Die Diskussion endet nicht. Dafür gibt es einen Abschluss an der Stadtgrenze zu Meerbusch: Über die nun ausgebaute Böhlerstraße läuft der Verkehr ab Heerdt nun schneller zur A52. Von schnell kann auf der Friedrichstraße dagegen keine Rede sein. Seitdem man diese extrem wichtige Pendlerzufahrt durch aufgemalte Radwege schikanös verengte, ist mehr als Stop-and-Go nicht drin. Hinzu kommt eine auffallende Häufung von Unfällen an der Ecke Herzogstraße. Immerhin greift man ein und verändert dort die Regelung.

Wo wir gerade von Staus reden – nach den Erfahrungen des Vorjahres schaut man voller Skepsis auf die bevorstehenden großen Ferien. Wird es am Flughafen lange Schlangen vor den Kontrollen geben? Nein, heißt es von dort – wir sind vorbereitet. Stimmt, wie sich wenig später herausstellt. Vielleicht weil man auch auf den Straßen mit wachsendem Gedränge rechnet, schickt die Stadt einige ihrer Kontrolleure nun mit dem Fahrrad auf die Jagd nach Parksündern. Schneller als der Rest des Verkehrs sind sie damit auf einigen Straßen ganz sicher.

Fliegenplage, Namensstreit und Hochzeitsboom

Der Vollständigkeit halber sei hier angemerkt, dass – wie erwartet – das Ed-Sheeran-Konzert in Düsseldorf im Juli nach Querelen abgesagt wird. Man geht nach Gelsenkirchen, heißt es. Düsseldorf steht ziemlich düpiert da, die Außenwirkung ist verheerend – immerhin kann man sich mit perfektem Sommerwetter trösten, aber dass die Sonne nun täglich am Himmel steht, macht manche nun doch misstrauisch. Für die Kirmes jedoch ist es gut (es sei denn, es wird noch heißer!), und viele – kein Witz! – verabschieden sich von Plänen, spontan in wärmere Gegenden zu reisen. Denn Hitze hat man nun daheim, dafür muss man nicht in den Süden. Die dortigen Hoteliers werden später sagen, es habe einen klaren Rückgang gegeben. Am Flughafen hätte man jedenfalls keine Probleme gehabt – ausreichend Personal an den Sicherheitsschleusen haben die Lage (meist!) im Griff. Dass die Vinzenz-Klinik in dieser Zeit zwei OP-Säle schließt wegen einer Fliegenplage, wird nur am Rande zur Kenntnis genommen. Bestimmt eine Folge der Hitze. Oder? Auch, dass Ende Juli der Prozess um den Sprengstoffanschlag am Wehrhahn, dessen Aufklärung die Polizei 17 Jahre nach der Tat verkündet hatte, mit einem umstrittenen Freispruch endet, findet erstaunlich wenig öffentliches Echo. Weniger zumindest als die anstehende Umbenennung der Arena, die künftig den Namen eines Unternehmens tragen wird, das erfolgreichSpielotheken betreibt. Merkur Spiel-Arena, so der neue Name – da warnt so mancher vor Spielsucht. Fortuna distanziert sich übrigens von der Namensgebung und man fragt sich, was passiert, wenn der frischgebackene Erstligist demnächst gegen Schalke in der Veltins-Arena auflaufen soll – Probleme, von denen man bis dato nichts ahnte. Das ist bei der Kfz-Zulassungsstelle anders: Als es dort zu Rekordanmeldungen mit Rekordandrang kommt, erinnert man sich an frühere Zeiten, als man für die An- oder Ummeldung eines Fahrzeuges einen Tag frei nehmen musste.

Einige Frauen und Männer schauen Anfang August auf einen ganz anderen Tag: Der 1.August scheint ihnen das perfekte Datum für die Hochzeit zu sein – entsprechend ist der Andrang in den Standesämtern. Sonniges Wetter ist eh garantiert. Was allerdings, wie immer bei Hitze, auch Probleme bringt: Am Rheinufer finden sich wegen des Niedrigwassers die merkwürdigsten Dinge – unter anderem auch explosive Relikte aus dem Krieg, trotz dringender Warnungen schwimmen manche im Rhein (und nicht alle kommen wieder raus!), Sportvereine staunen über schmelzenden Kunstrasen. Ein Streik des Pflegepersonals der Uni-Kliniken beunruhigt viele Patienten, die Rheinbahn sucht dringend Fahrer (und bald einen neuen Chef!), und am Großmarkt gehen die Händler auf die Barrikaden, weil der geplante Abriss und Neubau ihnen nicht passt.

Überhaupt, Barrikaden: Am Flughafen wurden sie künstlich eingerichtet, um das unerwünschte kurze Parken auf der Abflugebene einzudämmen. Wie erwartet, kam es zu chaotischen Szenen, einer hat das System (nur zehn Minuten sind gratis, danach läuft die Uhr) nicht verstanden, lässt sich Zeit – und soll am Ende um die 200 Euro zahlen. Obwohl der Sommer sich jetzt, im September, dem Ende zuneigt, ist die Hitzewelle nach wie vor gewaltig. Aus der Idee des Dreck-weg-Tages entsteht der Vorschlag, das Rheinufer von Müll zu befreien – Neudeutsch RhineCleanUp. Was zuerst nur hier passieren soll, findet bald Nachahmer – und fast alle Städte am Rhein wollen mitmachen. Nachher staunt man über die Menge des Mülls – tausende Tonnen kommen zusammen, und die Mitmacher berichten verblüfft von dem, was sie alles gefunden haben.

Wo wir gerade beim Abfall sind: Einmal mehr verkündet Düsseldorf, Papiercontainer abschaffen zu wollen und jedem Haushalt eine blaue Tonne zu verordnen. Das passt nicht jedem! Wie der Vorschlag, die Oper nun doch an derselben Stelle neu zu bauen. Ein Thema mit Streitpotenzial. Wie die Olympiabwerbung. Düsseldorf beschließt, sich für die Teilnahme an den Spielen 2032 stark zu machen, und viele erinnern sich an das Jahr 2000, als man entschied, sich für 2012 zu bewerben – was in der Stadt zu heftigem Protest führte und schließlich schon in der Vorrunde schief ging.

Wie die Neubaupläne des Möbelriesen Höffner in Rath an der Theodorstraße. Als vom Unternehmen die Nachricht kommt, man lege die Pläne auf Eis, überrascht das keinen mehr – zu groß war der Widerstand gegen die neuen Ideen der Firmenleitung gewesen. In Mönchengladbach wird das mit einer gewissen Genugtuung zur Kenntnis genommen: Dort sitzt Konkurrent Schaffrath.

Es läuft nicht gut bei der Rheinbahn

Gute Stimmung auch bei allen, die Düsseldorf nach wie vor für eine Sportstadt halten: Die Arena wird Austragungsort bei der Fußball-WM 2024 in Deutschland. Womit die Arena den Zweck erfüllt, der ihr mal zugedacht war – große Fußballspiele zu zeigen. So oder so – erfreulich. Das kann man im Oktober über die Neuigkeiten der Rheinbahn nicht gerade sagen: Fahrermangel, Führungsmangel, Platzmangel – so könnte man es umschreiben. Es stellt sich nämlich Anfang des Monats heraus, dass die neuen Wagen zu breit sind für einige Bereiche des Duisburger Streckennetzes, das von Düsseldorf aus angefahren wird. Mit einer verblüffenden Offenheit gibt man zu, vergessen zu haben, das rechtzeitig zu checken. Nicht vergessen hat man den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin im Jahr zuvor und besinnt sich auf Abwehrmaßnahmen. Daher werden am Burgplatz schwere Betonpoller platziert. Man sieht es mit Stauen und hofft, dass die Dinger standhalten, wenn ein 30-Tonner dagegen kracht. Da wir gerade über Tonnen reden, wollen wir noch erwähnen, dass das größte Transportflugzeug der Welt, eine Antonov, in Düsseldorf landet. Planespotter sind begeistert. Sollten sie für die Anreise zum Flughafen einen Wagen von Uber benutzt haben, werden sie gehört haben von einem einmaligen Vorfall: Taxifahrer haben einen vermeintlichen Uber-Wagen bedrängt – filmreif. Das könnte man auch von einer Panne sagen, die beim Aufstellen von Litfaßsäulen passiert: Mindestens eine steht mitten auf einem Fahrradweg.

Kurze Zeit später ist sie wieder weg. Kurios auch ein Vorschlag, wie man dem Gänsedreck zuleibe rücken kann – helfen sollen spezielle Kehrmaschinen. RP-Karikaturist Nik Ebert ist begeistert von der Vorstellung und zeichnet eine schöne Karikatur dazu. Nicht begeistert ist man schon seit geraumer Zeit von Rheinbahn-Chef Michael Clausecker. Daher wird nun klar: Er muss verschwinden. Was wiederum auf keinen Fall gelten soll für die Autos auf der Kö. OB Thomas Geisel hatte vor einigen Wochen das Thema „autofreie Kö“ angesprochen, zum Entsetzen der dortigen Geschäfte. Im Gespräch mit deren Interessengemeinschaft ruderte der Rathaus-Chef zwar wieder zurück, aber die Unruhe bei den Kaufleuten bleibt: Eine Kö ohne Autos? Das geht gar nicht, betonen sie.

Bleiben wir beim Thema Auto. Als wenige Tage später am frühen Morgen eine Ampel am Eingang zum Rheinufertunnel auf Dauerrot schaltet (ein Defekt!) werden zwei Dinge erneut bewiesen: Der November ist der verkehrsreichste Monat. Und der Rheinufertunnel ist, einer wichtigen Arterie gleich, lebenswichtig für den Düsseldorfer Gesamtorganismus. Denn diese simple Panne lässt den Berufsverkehr im gesamten Stadtgebiet kollabieren. Die Folgen sind bis an die Ränder spürbar, die Fahrzeuge stauen sich auf Kilometer. Überhaupt – diese Autos! Es häufen sich die Nachrichten, dass wertvolle Oldtimer gestohlen werden. Ganz klar: Gezielt werden diese Wagen und ihr Standort ausbaldowert, und schließlich mitgenommen. Das gilt jedoch – leider – nicht für das Motorrad, das von mehreren kräftigen Männern aus dem Schlamm nicht weit vom Rheinufer gezogen wird, es liegt dort vermutlich schon seit Jahren. Wie schon gesagt: Das Niedrigwasser des Rheins bringt eine Menge Zeug ans Licht, über das man sich nur wundern kann. Nicht wundern können sich alle, die öffentliche Bauten über die Jahre beobachtet haben: Dass die Sanierung des Schauspielhauses vier Millionen mehr kostet als geplant (16,5 statt 12 Millionen) erstaunt keinen. Das ist bei solchen Aktionen der Normalfall. Nicht normal dagegen, welche Form der harmlos klingende Service „Elterntaxi“ annimmt. Vor allem Mütter, die ihre Kinder möglichst bis vor die Tür der Schule bringen wollen, schaffen regelrechte Verkehrsprobleme und gefährliche Situationen. Eine Abhilfe ist nicht in Sicht, obwohl alle um das Problem wissen.