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Düsseldofer Ferienprogramm für Schüler findet großes Echo

Ferienprogramm in Düsseldorf : Große Resonanz für die „Adventure School“

2020 ging die „Adventure School“ an den Start, um einen Ausgleich für die Corona-Lockdowns in den Schulen zu bieten. Jetzt nahmen knapp 1.600 Schüler an dem Ferienprogramm teil – und die Stadt hofft, es fortsetzen zu können.

Ursprünglich war die „Adventure School“ vor zwei Jahren damit gestartet, Düsseldorfer Schülern nach Monaten der Schulschließungen ein kostenfreies Ferienprogramm zu bieten, bei dem über spielerischen Aktivitäten auch Bildungsvermittlung im Fokus stand. „Aus dem Aufholen nach Corona ist heute mehr geworden“, sagte Stadtdirektor Burkhard Hintzsche beim Resümee am Donnerstag in der Lore-Lorentz-Schule.

Rund 90 fünftägige Workshops wurden vorwiegend aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik angeboten, knapp 1600 Schüler nahmen daran teil. „Düsseldorf bietet damit das größte MINT-Ferienprogramm in NRW an“, sagt Koordinator Ekkehard Hostert vom Netzwerk „Zukunft durch Innovation (zdi)“.

Experimentieren, Forschen und Entdecken – die Schüler konnten aus einem breiten Angebot wählen. Marie (8) und Emma (9) etwa entschieden sich für das Robo-Lab, in dem sie Roboter „Nao“ Tanz-Choreographien über ein kinderfreundliches Benutzerfeld programmierten. „In der Schule lernt man sonst immer nur Rechnen oder Schreiben. Ich finde toll, dass ich hier etwas anderes ausprobieren konnte“, sagte Viertklässlerin Emma von der Grundschule Niederkassel. Andere entschieden sich für einen Workshop im Coding, 3D-Drucken oder Upcycling. „Es motiviert die Schüler noch mehr, wenn sie anschließend ihren Eltern zeigen können, was sie gemacht haben“, sagte Hostert.

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Größtenteils fanden die Kurse in den Räumlichkeiten der Lore-Lorentz- und der benachbarten Dieter-Forte-Gesamtschule statt. Neu waren in diesem Jahr Angebote für ukrainische Kinder und Aktionen der Mahn- und Gedenkstätte, die Spurensuchen zu den Themen Verfolgung und Widerstand während der NS-Zeit in Eller veranstaltete.

Hinter der „Adventure School“ steht eine Kooperation des Amtes für Schule und Bildung mit mehreren Stiftungen und der Unternehmerschaft Düsseldorf. Angebote wie diese seien elementar, um die Schüler auch schon frühzeitig auf den Übergang in die Berufstätigkeit vorzubereiten, sagt deren Hauptgeschäftsführer Michael Grütering. „Vor allem im MINT-Bereich gibt es noch immer ein hohes Defizit an jungen Frauen.“

Gleichwohl ist die Zukunft der „Adventure School“ unklar. Die Finanzierung des rund 250.000 Euro teuren Programms war zunächst nur bis 2022 gesichert. Nach der großen Resonanz hofft Stadtdirektor Hintzsche, dass die Kooperation weitergeführt werden kann.