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Gerresheim: Drogen: Bunker-Vermieter verdächtig

Gerresheim : Drogen: Bunker-Vermieter verdächtig

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Vermieter des Gerresheimer Bunkers an der Heyestraße. In dem Bunker waren Mitte März bei einer Razzia 3200 Cannabis-Pflanzen gefunden worden.

160 Kilo der Droge waren erntereif und hätten mehrere Millionen Euro gebracht. Betrieben wurde die Plantage von Vietnamesen, die wie Sklaven arbeiten. Die illegal eingereisten Asiaten mussten 11 000 Dollar abarbeiten, die sie Schleuserbanden bezahlt hatten, um nach Deutschland einzureisen. Die Vietnamesen wurden zu Bewährungsstrafen verurteilt.

"Gegen den Vermieter wird nun wegen des Verdachts auf Beihilfe ermittelt", sagte Staatsanwalt Ralf Herrenbrück unserer Redaktion. Möglicherweise habe der Vermieter gewusst oder zumindest erahnt, was sich hinter den Türen in der dritten und vierten Etage abgespielt hat. Der Geruch, der von den rund 3200 Cannabis-Pflanzen ausging, war enorm. Um Strom für die 170 Lampen zu liefern, wurde illegal das Stromnetz angezapft. Der Vermieter ist mehr als 70 Jahre alt und als junger Mann in den 1950er Jahren nach Deutschland eingereist. Zunächst arbeitete in der Glashütte, machte sich später selbstständig.

Nicht mehr unter Verdacht, etwas mit der Plantage zu tun zu haben, stehen die Mitglieder des Clan 81. Der den Hells Angels nahestehende Motorradclub hatte im Erdgeschoss eine Kneipe betrieben.

(RP/jco)