Info-Abend für Bürger: Dreieck Heerdt: Skepsis bleibt

Info-Abend für Bürger : Dreieck Heerdt: Skepsis bleibt

Mit einem solchen Andrang hatte offenbar keiner gerechnet, sonst hätte man eine größere Halle angemietet: Die Aula des Comenius-Gymnasiums war gestern Abend zu klein, als das Rathaus zum Info-Abend für das Verkehrskonzept Heerdter Dreieck einlud und rund 600 Menschen gekommen waren, um aus erster Hand zu hören, was die nächsten Jahre in den linksrheinischen Stadtteilen geschehen wird.

Baudezernent Gregor Bonin versuchte vorab, den Bewohnern klar zu machen, dass das gesamte Konzept von gesamtstädtischer Bedeutung ist und Düsseldorf als Standort für erfolgreiches Wirtschaften stärkt. Die Bewohner aus Heerdt, Lörick, Oberkassel und Niederkassel waren jedoch offenbar sehr viel mehr daran interessiert zu hören, inwiefern dies alles sie selbst berührt. Und eins wurde an diesem Abend klar: Es betrifft alle, die in linksrheinischen Stadtteilen leben. Daraus machten weder der Baudezernent noch die Leiterin des Verkehrsamtes, Andrea Blome, einen Hehl.

Sollten die Fachleute an diesem Abend gekommen sein, um den Menschen die Skepsis angesichts dieser bevorstehenden Bauarbeiten zu nehmen, so wird ihnen schnell klar geworden sein: Das ist nicht gelungen. Viel zu komplex ist das gesamte Projekt, viel zu kompliziert sind die provisorischen (während der Bauzeit) oder endgültigen Verkehrswege.

Offenbar haben viele der Zuhörer erst gestern Abend immerhin verstanden, welche Dimension das Ganze hat — und das man es als ein großes Gesamtkonzept sehen muss. Der Vodafone-Neubau, das Parkhaus mitten im Heerdter Dreieck, das bald ebenfalls startende Bauvorhaben Belsenpark, Neubaupläne südlich der Oberlöricker Straße, die neue Autobahnzufahrt am Heerdter Lohweg und zum Schluss die Anbindung des Böhler Geländes über die Böhlerstraße bis hin zur Autobahnzufahrt Büderich/Heerdt.

Vor allem waren die Bürger nicht zu überzeugen, dass das vorgelegte Verkehrskonzept wirklich das hält, was versprochen wird — nämlich Entlastung einiger Straßen und ausschließliche Anbindung der neuen Gebiete über neue Straßen.

(RP)
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