Düsseldorf: Drei weitere Achenbach-Firmen melden Insolvenz an

Düsseldorf : Drei weitere Achenbach-Firmen melden Insolvenz an

Weitere Unternehmen des Kunstberaters Helge Achenbach haben einen Antrag auf Insolvenz gestellt. Unterdessen wehrt sich die Frau des inhaftierten Kunstberaters gegen die Pfändung ihres Eigentums.

Helge Achenbach sitzt seit 10. Juni in Untersuchungshaft, wird derzeit wegen Herzproblemen ärztlich behandelt. Die Staatsanwaltschaft Essen wirft ihm Betrug unter anderem an dem verstorbenen Berthold Albrecht (Aldi) vor. Dessen Erben klagen parallel dazu auf 19 Millionen Euro Schadenersatz. Am 11. November wird die 6. Zivilkammer des Düsseldorfer Landgerichts allerdings nicht nur darüber verhandeln: Weil die Kammer im Zusammenhang mit dem Verfahren gegen Achenbach dessen Vermögenswerte unter dinglichen Arrest stellen ließ und dabei Gegenstände aus dem Eigentum der Ehefrau pfänden ließ, setzt sich diese am selben Tag mit einer "Drittwiderspruchsklage" zur Wehr. Ein kleines Nagelbild von Günter Uecker, ein Werk von Maler Thomas Schönauer und zwei Terracotta-Köpfe gehörten ausschließlich ihr, führt Dorothee Achenbach aus. Deshalb dürften sie nicht zur Sicherung der Ansprüche gegen ihren Mann herangezogen werden.

Nach RP-Informationen war im Rahmen der Sicherung auch ein Gemälde gepfändet worden, dass einem der minderjährigen Achenbach-Kinder gehört. Über die Freigabe dieses Werkes hatten sich die Parteien außergerichtlich geeinigt.

Das Strafverfahren gegen Achenbach war im Frühjahr durch eine Strafanzeige der Albrecht-Witwe Babette Albrecht in Gang gekommen, die ihre Kinder bei der Zivilklage unterstützt.

(sg/tb/wuk)
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