Dog-Event 2018 auf der Düsselddorfer Galopp-Rennbahn

Dog Event auf der Pferderennbahn in Düseldorf: Für alle Felle

Das Dog Event auf der Pferderennbahn Düsseldorf ist eine beliebte Veranstaltung. Rund 100 Aussteller boten am Sonntag Informationen und Unterhaltung auf dem gesamten Gelände an. Zahlreiche Besucher kamen aus ganz NRW und das bei herrlichstem Wetter. Es

Das Gute mal vorweg: Der gesamte Erlös der Veranstaltung „Dog Event“ wird an den Tierschutz gespendet. Das kommt bei den Besuchern gut an. „Wenn man das mit anderen Veranstaltungen vergleicht, ist zum einen der Eintritt mit sieben Euro günstig, wenn man bedenkt, was alles geboten wird für die Hunde und zum anderen ist das Geld für den Tierschutz bestimmt. Da würde ich freiwillig sogar noch etwas mehr ausgeben“, sagt Elke Kühn. Sie reiste mit Tochter Paula und ihrem Australien Shepherd-Rüden Henry extra aus Coesfeld an. „Die Location hier ist echt schön, es gibt einiges zu entdecken“, fügt Paula Kühn hinzu. Während das Mutter-Tochter-Hund-Gespann geduldig im Schatten darauf wartete, dass Henry (Wartenummer 75) ins kühle Nass beim „Dog Diving“ springen darf, zeigte Kerstin Wies zusammen mit Sarah Havlin und ihren zwei Terriern auf der Trabrennbahn, was sich hinter „Dogdance“ verbirgt.

Die, die mit den Hunden tanzt Vor 14 Jahren fing Kerstin Wies, die in Korschenbroich lebt, mit ihren Terriern die Fun-Sportart Dogdance an, 2007 gründete sie die „Tipptappdogs“. „Und in den letzten Jahren haben wir uns in Richtung Show und Gruppentanz orientiert“, erklärt Wies den Zuschauern. Dann ging es auch schon los mit dem Tanz: Wies und Havlin zeigten das sogenannte Bein-Slalom. Die beiden Terrier wurden durch die Beine geleitet, mal vorwärts, mal seitwärts, und zwischendurch immer mit etwas Futter belohnt. Eine schnellere und rhythmische Abfolge präsentierten die Freundinnen mit Musik. „Wie süß und originell“ sagten einige Zuschauer.

Einen Einblick in die Kunst des Hütens (von Schafen) gab Tom Daume mit seinem Team. Der erfahrene Hütehund-Ausbilder aus dem hessischen Ortenberg und seine Border Collies beeindruckten die Zuschauer. Daume gab den Hunden gezielt Kommandos und Signale, ob gepfiffen oder ausgesprochen, und die Hunde zeigten, mit welcher Professionalität und Präzession sie die kleine Schafherde im Griff hatten. „Wichtig bei den Kommandos: Was ich sprechen kann, muss ich auch pfeifen können“, erklärt Daume und fügt hinzu, „das Arbeiten mit den Hunden, das Ausbilden ist eine faszinierende Sache, man muss aber auch die Hunde lesen und verstehen können. Das Schöne ist, sie geben einen so viel zurück.“

An den Info- und Verkaufsständen konnten sich die Besucher über Hundefutter, Leinen, Halsbänder, Decken, Spielzeug und diverse Betreuungsangebote für kleine wie große Vierbeiner schlau machen. Ob Hunde-Casting, Jederhundrennen oder Frisbee, es gab jede Menge Mitmach-Aktionen. Da es sehr warm war, wurden allerhand Wassernäpfe aufgestellt und für viele Schattenplätze gesorgt. Organisationen und Vereine, die den Tierschutz fördern, stellten sich außerdem vor, unter anderem das Tierheim Düsseldorf sowie die Tiertafel Düsseldorf, die bedürftigen Menschen mit ihren Vierbeinern hilft. „Das Dog Event nutzen wir, um uns und unsere Arbeit vorzustellen. Unsere Aufgabe ist es, Futtermittel und Zubehör wie Leinen oder Körbchen an bedürftige Hundebesitzer auszugeben. Wir sind natürlich auf Spenden und Förderer angewiesen“, erklärt Mareike Schimion, zweite Vorsitzende der Tiertafel. 

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Hundrum gut reisen

Ein Highlight für alle, die gerne mit ihren tierischen Freunden unkompliziert Wohnmobil-Urlaub machen möchten, war der Stand von Jörg Dräbert aus Rheurdt, der auch Veranstalter des Dog Events ist. Dräbert präsentierte eine Auswahl seiner „4pfoten-Mobile“. „Ich bin selbst Hundebesitzer und weiß, wie schwierig es sein kann, mit Hunden Urlaub mit einem Wohnmobil zu machen. Die Idee, hundefreundliche Wohnmobile anzubieten, setzten wir erst 2016 als erster deutscher Anbieter um“, erklärt Dräbert. Die neue Idee schlug ein: etwa 29 Mietwohnmobile stehen für urlaubswillige Hundefreunde an acht verschiedenen Mietstationen in Deutschland zur Verfügung, die speziell für die Bedürfnisse von Frauchen und Herrchen mit ihrem Vierbeiner ausgestattet sind.

Zurück zu Henry aus Coesfeld und dem „Dog Diving“: Das Warten wurde schließlich belohnt. Ausgestattet mit Rettungsweste konnte der schlanke Rüde von Elke und Paula Kühn endlich ins große Schwimmbecken springen und sein Wassersport-Talent zeigen. Bei dem Wetter war das auch eine tolle Erfrischung, Henry hatte sichtlich Spaß.

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