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Mobile Redaktion: Diskussion um Wohnprojekte in Bilk

Mobile Redaktion : Diskussion um Wohnprojekte in Bilk

Bei der Mobilen Redaktion der Rheinischen Post ging es um viele Themen, auch um bessere Ampelschaltungen.

Mit dem neuen Einkaufszentrum zwischen Aachener-, Kopernikus- und Suitbertusstraße hat Bilk seinen Status als Nahversorgungszentrum ausgebaut. Seit einer Woche ist der unter dem Titel "Essthetik" erweiterte Edeka-Markt Paschmann geöffnet, um den herum sich ein neuer Zoo-Markt, ein Schuh-Fachmarkt und ein Schlüssel-Service gruppieren.

Der Komplex, der zum Teil auf dem Gelände des ehemaligen Autohauses Toni Ulmen errichtet wurde, grenzt wiederum direkt an die Geschäfte auf dem ehemaligen Woeste-Gelände (unter anderem Strauss) sowie an das Möbelhaus Schaffrath. Da wurde der erste Samstag mit dem üblichen Ansturm der Wochenend-Einkäufer zur Feuerprobe.

Die ganze Woche lang waren Sicherheitskräfte im Einsatz, um die Parkplatzsuchenden zu freien Plätzen zu lotsen. Und das war auch nötig: Wie die Kennzeichen verrieten, kamen die Kunden am Samstag aus der ganzen Region, inklusive Köln. Gegen Mittag wurden die Stellplätze knapp, doch blieb das befürchtete Chaos aus. "Es ist gut, dass es zwei Zufahrten gibt, einmal von der Suitbertus- und einmal von der Kopernikusstraße aus", sagte Bezirksvorsteher Walter Schmidt.

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Er war einer der zahlreichen Teilnehmer am Stand der Mobilen Redaktion der Rheinischen Post vor dem neuen Paschmann-Markt. Dort wurde in erster Linie über das Einkaufszentrum diskutiert, aber auch über andere Themen, die die Bilker derzeit beschäftigen.

So war, wie Schmidt verriet, der Investor des Areals von der Bezirksvertretung vorab verpflichtet worden, die Umrüstung zweier Ampelschaltungen in der Nachbarschaft auf die sogenannte intelligente Schaltung zu finanzieren, um künftige Staus im Viertel zu verhindern. "Das wünschen wir uns auch, wenn Aldi an den Südring kommt", sagte Erich Pliszka von den Bilker Heimatfreunden und erfuhr, dass eine solche intelligente Schaltung dort geplant und in der Umsetzung sei. "Das wird dennoch chaotisch werden, wenn erst mal die 60 Meter langen Straßenbahnen da halten", entgegnete Pliszka und bekam Rückendeckung von Gerti Kobarg von der Spieloase an der Brunnenstraße: "Man braucht ja schon jetzt bis zu vier Ampelschaltungen, um über die Kreuzung zu kommen", sagte sie.

Ein Problem weiter südlich ist behoben: Anwohner hatten sich beklagt, dass die neuen Leuchtstelen an der um- und ausgebauten Haltestelle Aachener Platz viel zu hell seien und nachts in die Wohnungen leuchteten. "Da sind jetzt behelfsmäßig Deckel aus Pappe aufgestülpt worden", berichtete Bezirksvorsteher Walter Schmidt.

Er freut sich über die neuen Wohnprojekte im Viertel: Direkt neben Paschmann sind Wohnungen auf einem, alten Industrie-Areal geplant, wobei das alte Fabrikgebäude mit der Backsteinfassade nach Schmidts Angaben integriert werden soll. Neue Wohnungen sollen ebenfalls auf dem ehemaligen Gelände der Firma Fiege & Bertoli am Aachener Platz entstehen. Noch sei aber nicht bekannt, ob und in welchem Umfang dort sozial geförderter Wohnraum geplant ist.

Für Unmut hatte zuletzt das Neubauprojekt "Bilker Höfe" an der Färberstraße gesorgt. Zum einen wegen der Großbaustelle, zum anderen, weil die Grünflächen nach Meinung auch einiger Mitglieder der Bezirksvertretung 3 kleiner ausgefallen seien als angegeben. Dieter Pothmann, Mitinhaber der Bilker Papierfabrik Schulte Söhne, gab zu bedenken, dass es sich bei den Grünflächen über der Tiefgarage auch um versiegelte Flächen handelt. Das denkmalgeschützte Lazarett an der Färberstraße, das der Firma Bauwens als Baubüro diente, ist laut Schmidt verkauft: Dort sollen Kanzleien und Praxen einziehen.

(ila)