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Diskussion über Verkehrsprobleme in Düsseldorf-Eller

Verkehr in Düsseldorf : Bürger diskutieren über Umweltspuren und Barrierefreiheit

Der Verkehr in Eller und Lierenfeld war Thema einer Info-Veranstaltung. Ideen für Radwege und die Erreichbarkeit von Haltestellen wurden besprochen.

Verkehrsplanung und Mobilität stehen in Düsseldorf vor großen Herausforderungen. Die SPD-Ortsvereine von Eller und Lierenfeld diskutierten das Thema jetzt bei einer Informationsveranstaltung für Bürger mit dem Vorsitzenden des Verkehrsausschusses, Martin Volkenrath, und dem Abteilungsleiter Verkehrsplanung bei der Rheinbahn, Tim Bäumken. „Die größte Herausforderung ist die Pünktlichkeit“, erklärte der Experte der Rheinbahn. „In Düsseldorf wird jeder fünfte Weg mit Bussen und Bahnen zurückgelegt“, sagte er. Das bedeute auch, dass für die meisten Strecken das Auto genutzt werde.

Wie sich die neuen Umweltspuren auf die Rheinbahn auswirken, wollten die Besucher erfahren. „Wir haben damit bisher gute Erfahrungen gemacht“, sagte Tim Bäumken. An Stellen mit Verzögerungen wünscht er sich kurze Busschleusen. „Das müssen keine stupide langen Busspuren sein“, sagte er. Auch veränderte Ampelschaltungen brachte er ins Gespräch. „Wir sind oft unpünktlich, weil wir mit dem restlichen Verkehr mitschwimmen.“ Martin Volkenrath bestätigt, dass die Umweltspuren nicht zum befürchteten Chaos führten und verwies auf viele kommende Änderungen. „Wir diskutieren gerade auch die Parkplätze im öffentlichen Raum“, sagt er.

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In der Diskussion stand außerdem die Barrierefreiheit. „Wir haben schon vor 15 Jahren die Forderung erhoben, dass die Haltestelle Vennhauser Allee ausgebaut werden soll“, erinnerte ein Zuhörer. Dass es in Eller und Lierenfeld mit dem barrierefreien Ausbau nur schleppend vorangehe, bestätigten viele Besucher. Der erste barrierefreie Punkt sei am Betriebsbahnhof Lierenfeld. „Bis 2022 muss der Nahverkehr barrierefrei nutzbar sein“, sagte Tim Bäumken. „Andere Städte sind uns da voraus“, merkte er diesbezüglich an. In Eller und Lierenfeld verkehren die U75 und die Linie 705. „Beide Linien sind erwünscht“, sagte Volkenrath. Die Situation, dass in den Stadtteilen Niederflur und Hochflurbahn nebeneinander existieren, bringe Probleme mit sich, oft fehle Platz. „Wir haben das feste Ziel, die Endhaltestelle Vennhauser Allee auszubauen“, sagte Martin Volkenrath. Markus Dreist, Mitglied der Bezirksvertretung 8, zeigte sich überzeugt: „Wir müssen mehr Dampf machen.“

Nach Rezepten für günstige Preise bei der Rheinbahn erkundigte sich ein weiterer Besucher. Im Vergleich mit dem Auto sei die Rheinbahn unschlagbar günstig, rechnete Bäumken vor. Unterstützung von Bürgern sei notwendig: „Wir brauchen Zustimmung von Politik und Gesellschaft“, erklärte er zur beabsichtigen Verkehrswende.