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Digitalisierung in Düsseldorf: Stadt will Gesamtstrategie für Smart City

Digitalisierung : Stadt Düsseldorf will Gesamtstrategie für die Smart City

Die Stadt Düsseldorf kündigt weitere konkrete Projekte zur Digitalisierung an, wie etwa sogenannte Reallabore ähnlich zum Projekt am Fürstenwall. Zur Umsetzung will sie sich um einen Fördertopf im Millionenhöhe bewerben.

Auf dem Weg in Richtung Smart City geht die Stadt Düsseldorf einen nächsten Schritt. Sie will mit einer neuen Strategie stärker in den Blick nehmen, welche Folgen die Digitalisierung für unterschiedliche Bereiche der Stadt hat, zum Beispiel für den Handel. Geschehen soll das in einem „fachübergreifenden Rahmen“. Nötig wird die neue Gesamtstrategie auch, weil zu viele einzelne Vorhaben nicht ausreichend vernetzt wurden, wie die Stadtverwaltung am Donnerstag im Ausschuss für Digitalisierung mitteilte. „So konnten einzelne Projekte ihren vollen Wirkungsgrad dadurch nicht entfalten, dass Verbindungen zu anderen Projekten und Projektträgern nicht optimal hergestellt wurden.“

Zahlreiche städtische Töchter – aber auch externe Einrichtungen und Firmen – befassten sich mit ähnlichen Themen der Digitalisierung, wodurch die Zahl der Schnittstellen zunehme. „Das Thema der Stadtentwicklung kann heutzutage nicht mehr aus einer einzelnen fachlichen Perspektive betrachtet, sondern muss fachübergreifend erarbeitet werden.“ Das soll nun aus einer „neutralen Position“ heraus geschehen.

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Weiterer Hintergrund: Smart-City-Projekte mit dem beschriebenen Hintergrund werden vom Bund gefördert. Düsseldorf will sich jetzt um einen Fördertopf in Millionenhöhe bewerben und braucht dafür die Zustimmung des Stadtrates Anfang Juli.

Bei einer Zusage des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat stünden Düsseldorf Mittel in Höhe von mehr als acht Millionen Euro zur Verfügung. Der Eigenanteil beliefe sich auf 35 Prozent dieser Kosten, der in den nächsten fünf Jahren im Haushalt berücksichtigt würde.

Neben diesem allgemeineren Ansatz gehören auch konkrete Projekte zur Förderung. Die Stadt nennt zum Beispiel eine digitale Plattform für Beteiligungsformate. Zudem sollen weitere Real-Labore entstehen wie das am Fürstenwall, das die Verfügbarkeit von Parkplätzen digital anzeigt. Ebenfalls entwickelt werden soll ein digitaler Stadtzwilling als Ergänzung zum Düsseldorfer Stadtmodell für Planungs- und Beteiligungsverfahren. Auch Kulturvermittlung mit Hilfe von Augmented- und Virtual-Reality-Formaten wird angestrebt.