Düsseldorf: Digitales Lernen als Pilotprojekt

Düsseldorf: Digitales Lernen als Pilotprojekt

Im Leo-Statz-Berufskolleg findet der Unterricht nun mit iPads statt.

Konzentriert schauen die 16 Berufsschüler auf ihre iPads und folgen den Anweisungen ihrer Lehrerin Martina Reef-Ertan. Die Schüler des Leo-Statz-Berufskollegs in Bilk nehmen an einem in Düsseldorf einmaligen Pilotprojekt teil. Seit drei Wochen werden sie und eine weitere Gruppe zukünftiger Kaufleute für Versicherungs- und Finanzwirtschaft fast ausschließlich mit den Tabletcomputern unterrichtet. Möglich machen das ihre Ausbildungsunternehmen, die die Geräte finanziert haben, der Schulträger, der für die technische Ausstattung der Schule gesorgt hat und die Lehrer, die sich für das Projekt einsetzten.

Die Vorteile eines solchen Unterrichts liegen auf der Hand. Die digitalen Medien gehören zur heutigen Arbeitswelt dazu. So ist die Förderung der Medienkompetenzen in den Schulen unerlässlich. Da auch fast alle Lehrbücher auf dem iPad zur Verfügung stehen, müssen die Schüler weniger tragen und die Gefahr, Bücher zu Hause zu vergessen, ist geringer. Den Schülern gefällt das digitale Studieren. "Das macht schon mehr Spaß als das übliche Lernen", sagt Felina Morgen.

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So ganz ohne Nachteile ist der reine iPad-Unterricht aber noch nicht. "Die Vorbereitung ist für uns Lehrer bis jetzt sehr zeitintensiv", sagt Petra Becker, Leiterin des iPad-Projekts. "Viele Unterlagen müssen wir selber erstellen, da es noch keine gibt", stimmt ihr Reef-Ertan zu. Bildungsgang-Leiter Alexander Roese gibt auch zu bedenken, dass die Technik bei Prüfungen beim Pfuschen helfen könnte. Davor könne man sich aber mit speziellen Apps schützen, rät Wolfram Schmitz vom Schulverwaltungsamt.

(nes)