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Gebäude in schlechtem Zustand: Die Sanierung des Finanzamts in Düsseldorf ist zu teuer

Gebäude in schlechtem Zustand : Die Sanierung des Finanzamts in Düsseldorf ist zu teuer

Es ist nun offiziell: Der Umbau an der Kruppstraße kostet 91 statt 39 Millionen.

Jetzt ist es also sicher: Die Sanierung des Finanzamtes an der Kruppstraße würde rund 91 Millionen Euro kosten - statt wie bisher angenommen 39. Dies sei wirtschaftlich nicht vertretbar, heißt es in einer Vorlage.

Sie wird am kommenden Mittwoch dem Unterausschuss, der für den Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) zuständig ist, vorgelegt. Bisher war immer nur die Rede von einem derart hohen Betrag.

Bekannt geworden war die Kostensteigerung durch einen Bericht unserer Redaktion Ende März. Daraufhin hatte der SPD-Abgeordnete Markus Weske eine Anfrage an die Landesregierung eingereicht. In der Sitzung am Mittwoch wird nun berichtet.

Im Bestandsgebäude seien Sofortmaßnahmen und Teilsanierungen in den vergangenen Jahren umgesetzt worden, heißt es in dem Schreiben. Es habe notwendige Investitionen in die Gebäudetechnik, den Brandschutz sowie Schadstoffsanierungen gegeben. 8,6 Millionen Euro sind bisher bereits ausgegeben worden, 2012 sollen Gutachter noch davon ausgegangen sein, dass eine Gesamtsanierung bei 39 Millionen Euro liegen würde.

"Im August wurde der Nutzer vom BLB darüber informiert, dass es einer neuen Gesamtbewertung des Gebäudes bedarf", heißt es in der Antwort, die dem Unterausschuss vorgelegt wird. Dies, um eine Entscheidungsgrundlage für die Zukunft des Gebäudes zu schaffen. Für die drei Behörden - die Finanzämter Düsseldorf-Süd, Düsseldorf-Mitte und das Finanzamt für Steuerstrafsachen und Steuerfahndung -, die in dem fünf- bis achtgeschossigen Gebäudekomplex an der Kruppstraße untergebracht sind, wird nun vermutlich der Auszug zur Diskussion stehen. Ob das Gebäude abgerissen wird, ist nicht beantwortet worden.

Der schlechte Zustand des Finanzamts besorgt die Mitarbeiter schon seit einer Weile. Beschäftigte bemängeln Lärm und Geruchsbelästigung durch die Asphaltarbeiten vor der Tür. Ein Mitarbeiter berichtete zuletzt, zum Kaffeekochen bringe man eigenes Wasser mit, da gewarnt worden sei, dass sich zu viele Metalle im Leitungswasser befinden. Eine Gefahr für die Gesundheit soll aber nicht bestehen, heißt es, es sei nur um Zurückhaltung bei der Nutzung des Wassers gebeten worden.

(RP)