Kommen Und Gehen: Die Poke-Welle hat Unterbilk erreicht

Kommen Und Gehen : Die Poke-Welle hat Unterbilk erreicht

Bei "Aloha Poke" an der Friedenstraße gibt es Schüsseln voller frischer Zutaten.

Unterbilk Manchmal kann ein einziger Bissen lebensverändernd sein. Für Mario Robert war es eine Gabel voll rohem Fisch, Gemüse und Reis im April 2017. Der Unternehmensberater lebte zu dieser Zeit für einen längerfristigen Auftrag in München. Unten in seinem Haus hatte ein kleines Restaurant eröffnet - "Aloha Poke" stand über der Tür. "Ich war begeistert und fasziniert von den Poke Bowls, die dort angeboten wurden", erzählt er. "Und von dem Lebensgefühl, das dieser Laden ausstrahlte." Spontan beschloss er: Dieses Konzept bringe ich nach Düsseldorf.

Vor ein paar Wochen war es soweit. In der Friedenstraße in Unterbilk eröffnete er eine Filiale von "Aloha Poke" - und zwar da, wo sich vorher das "Henkelmann" befand. Der Innenraum leuchtet jetzt hellblau, mit Farbakzenten in strahlendem Gelb und Orange. Poke-Restaurants, die das hawaiianische Nationalgericht anbieten, sprießen in Düsseldorf derzeit wie Pilze aus dem Boden. "Wenn die Nachfrage da ist, warum nicht?", sagt Mario Robert. "Düsseldorf ist groß genug - da findet jeder seine Nische." Sein Laden setze auf schönes Ambiente und besonders frische Zutaten.

Bei "Aloha Poke" können sich Gäste entweder für eine Zusammenstellung auf der Speisekarte entscheiden oder selbst eine Bowl komponieren. Die Basis bilden Reis oder Salatblätter, oben drauf kommen roher Fisch (Thunfisch, Lachs, Shrimps), Putenstreifen oder Tofu. Verfeinert wird das Ganze mit bis zu drei Toppings (zum Beispiel Avocado, Mango oder Sojabohnen) und einer hausgemachten Sauce. "Mango-Chili ist unsere Geheimwaffe", verrät Mario Robert. Sein eigener Favorit ist allerdings das Dressing aus Weißem Pfirsich und Wasabi.

Zum Schluss folgt eine meist knusprige Krönung wie geröstete Algen, Kokoschips oder eingelegter Ingwer. Die Bowls gibt es in zwei Größen für 9,40 und 12,40 Euro. Dazu ein kaltes hawaiianisches Craftbier wie das Kona Big Wave für 3,90 Euro. "Poke Bowls passen einfach in die Zeit", findet Robert. "Sie sind schnell zubereitet, die Zutaten frisch und die Gerichte lassen sich individualisieren." Über vier Millionen unterschiedlicher Bowls ließen sich mit allen angebotenen Zutaten kreieren, hat er ausgerechnet. Dass der Poke-Trend schnell wieder abebben könnte, macht ihm keine Sorgen: "Warum sollte der Trend zu Gesundheit und Individualität jemals nachlassen?"

Aloha Poke Friedenstraße 65, geöffnet Montag bis Samstag, 11 bis 22 Uhr, Sonntag geschlossen.

(hpaw)
Mehr von RP ONLINE