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Die neue Düsseldorfer Zentralbibliothek ist unten leise und oben laut

Düsseldorf eröffnet im November : Die neue Stadtbibliothek ist unten laut und oben leise

Im Kap 1 ist auf zwei Ebenen viel Platz, es gibt ein großes Café, einen Dachgarten und eine eigene Kinderbücherei. Und es kann mächtig viel gestreamt werden.

Die neue Zentralbibliothek vor dem Hauptbahnhof wird ein Magnet für Düsseldorf. Dafür werden die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten, die zentrale Lage und die großzügigen Öffnungszeiten sorgen. Vor Corona zählte das Team von Bücherei-Chef Norbert Kamp als Spitzenwert rund 680.000 Besucher im Jahr, jetzt wird, so Corona nicht dazwischenfunkt, eine Million Besucher erwartet. Ab dem 8. November soll der Betrieb laufen.

Am Freitag machte Oberbürgermeister Stephan Keller seinen ersten Rundgang durch die neuen Räume am Konrad-Adenauer-Platz 1 (Kap 1). „Das ist viel mehr als eine Bibliothek, hier kann man Bildung genießen“, so Keller, der auch betonte, dass der Bereich vor dem Hauptbahnhof seine Bedeutung als Kulturstandort verstärke. Denn es werde noch das Forum Freies Theater (FFT) in den Komplex einziehen, nebenan im Central finde das Kinder- und Jugendtheater seine neue Heimat.

Wer den Haupteingang betritt, steht in einem großen Glaskubus. Drei Aufzüge führen in die zweite Etage in elf Meter Höhe, man kann auch mehr als 100 Stufen steigen. Dann folgen Herz und Hirn, wie Kamp die beiden Etagen der neuen Zentralbücherei nennt, beide sind jeweils knapp 4000 Quadratmeter groß. Unten schlägt das Herz, hier wird viel los sein, es wird auch mal lauter. Ab Montag werden die Regale aufgebaut. Sie sind maximal 1,50 Meter hoch, die Decken haben mindestens 3,50 Meter. Viele Fenster und ein raffiniertes Lichtkonzept machen aus der großen Bücherei einen hellen, angenehmen Ort.

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Zum Herzen gehören der Roman- und Zeitungsbereich sowie ein Lesecafé mit 70 Plätzen, wo es auch zu essen gibt. Der Platz für Kinder- und Jugendbibliothek ist auf 1000 Quadratmeter verdreifacht, wobei die Kinder jetzt unter sich bleiben. In ihrem Bereich gibt es sieben Stellplätze für Kinderwagen,  es geht um die Heimat: Der Rhein schlängelt sich über den Boden, es wird einen Schlossturm geben und eine Rheinbrücke.

Im LibraryLab können die Größeren VR-Brillen testen, den 3D-Drucker nutzen und natürlich spielt Gaming eine Rolle. 13 Gruppenräume und ein Veranstaltungssaal für 180 Menschen sind vorhanden und 600 Arbeitsplätze, das sind fast dreimal so viele wie heute, das gilt auch für die Ausstattung mit PCs, statt 20 werden es 60 sein. Zu wenig?  „Wir haben ultraschnelles W-Lan“, sagt Kamp, „600 Personen können gleichzeitig streamen.“ Und, wichtig: Es gibt mehr als 1000 Steckdosen.

Ganz anders geht es in der zweiten Ebene zu: Hier arbeitet das Hirn, ist es ruhig, sind die Sachbücher zu finden. Im juristischen Lesesaal wird dunkles Holz dominieren, der 300 Quadratmeter große Dachgarten strahlt Ruhe aus, es gibt ein Panoramafenster mit Blick über die Stadt.

Mitte 2019 wurden die Öffnungszeiten von 48 auf 56 Stunden angehoben, der Stadtrat segnete am Donnerstag einstimmig 74 Stunden ab. Im Kap 1 wird montags bis freitags von 9 bis 21, samstags bis 18 sowie sonntags von 13 bis 18 Uhr geöffnet sein.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Erster Rundgang durch die neue Düsseldorfer Zentralbibliothek