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Projekte für die City: Die neue Düsseldorfer Innenstadt

Projekte für die City : Die neue Düsseldorfer Innenstadt

Die Düsseldorfer City wird in den kommenden Monaten ein ganz neues Gesicht bekommen. Gleich mehrere aufwendige Projekte sind geplant, die die Innenstadt schöner und lebenswerter machen sollen. Unsere Grafik zeigt, wie die City in fünf Jahren aussehen könnte.

Wenn die neue U-Bahn nach Karneval in Betrieb geht, folgt dem Rückbau der oberirdischen Baustellen zunächst ein aufwändiger Abriss: Der letzte Gebäudeblock an der Ecke Bleich-/Schadowstraße/Gustaf-Gründgens-Platz soll fallen, ebenso wird die Tiefgarage unter dem Platz abgebrochen. Eine gigantische Baugrube entsteht, bis Ende 2018 soll dort das sogenannte Ingenhoven-Tal gebaut werden.

Während in den letzten Monaten dieses Projekt und der Auszug des Schauspielhauses die öffentliche Debatte beherrschten, sind auch andere Vorhaben in direkter Nähe vorangetrieben worden. So soll das Eckgebäude am Schadowplatz (Haus Nummer 12), in dessen Erdgeschoss ein Drogeriemarkt untergebracht ist, durch einen Neubau ersetzt werden. Für den Martin-Luther-Platz liegen Pläne für einen zweigeschossigen Gastronomie-Pavillon mit Dachterrasse vor, Baustart soll dieses Jahr sein.

Klar ist auch, dass das breite Haus zwischen P & C und den Libeskind-Bauten - es geht um den Komplex der Hallesche/Alte Leipziger - zumindest modernisiert werden und ein neues Gesicht erhalten soll. Am liebsten wäre der Stadtspitze auch, die Tuchtinsel würde einem Neubau weichen, die Eigentümer konnten sich bislang aber nicht einigen. Juan Pablo Molestina, der den Gestaltungswettbewerb für den Kö-Bogen II gewonnen hat, bedauert das. Er hält im südlichen Teil der Tuchtinsel sogar noch ein schmales Wohn-Hochhaus für möglich. Nur als Reserve wird ein Pavillon neben der neuen Düsselmündung angesehen. "Das wollen wir später beurteilen, wenn der Bereich neu gestaltet ist", sagt Ruth Orzessek-Kruppa, Chefin des Planungsamtes. Es sei auch reizvoll, dort Freifläche zu erhalten.

Marc Kömmerling, Inhaber der Firma Cadman, ist Fachmann für Architektur- und Städtebau-Simulationen. Der Architekt ist darauf spezialisiert, das Potenzial von Immobilien und Stadtentwicklungen in Szene zu setzen. Mit seinen mehr als 100 Mitarbeitern ist er Marktführer und europaweit aktiv. "Düsseldorf hat die Chance, international neu wahrgenommen zu werden", sagt er, "niemand kann mit einem solchen Entwicklungsschub aufwarten." Die Stadt solle die Innenstadt wie eine Marke betrachten und so entwickeln.

Doch wie sieht die City in fünf Jahren aus? Das sehen Sie in unserer Grafik. Für die Rheinische Post hat Cadman die neue Innenstadt simuliert und die weiteren Entwicklungen ins Stadtbild eingepasst.

(ujr)