Die CDU Düsseldorf wählt 2019 Thomas Jarzombek wieder zum Vorsitzenden

Parteitag mit Vorstandswahl : Die Düsseldorfer CDU setzt weiter auf ihr Führungstrio

Thomas Jarzombek bleibt Chef der Düsseldorfer Christdemokraten. Vize Angela Erwin muss Stimmverluste hinnehmen.

Bei der Düsseldorfer CDU herrschen stabile Verhältnisse: Der Kreisvorsitzende Thomas Jarzombek wurde am Mittwochabend mit einem Ergebnis im Amt bestätigt, das einigen sicherlich bekannt vorgekommen ist. Der Bundestagsabgeordnete hatte vor zwei Jahren 82,5 Prozent der abgegebenen Stimmen erhalten, dieses Resultat fuhr er nun auch im Cecilien-Gymnasium in Oberkassel ein. 275 Delegierte gaben ihre Stimme ab, 227 stimmten für den Politiker aus dem Düsseldorfer Norden.

Stabil ist auch der Block, der Jarzombek die Zustimmung verweigert. 2017 gab es 50 Nein-Stimmen für ihn, diesmal waren es 44. Und dies, obgleich Jarzombek viele Signale der guten Zusammenarbeit ausgesendet hatte und mehrfach Sylvia Pantel, die dem konservativen Flügel zugehört, für Unterstützung und Kooperation gedankt hatte.

Bei den beiden Stellvertretern gab es eine interessante Entwicklung: Angela Erwin, die von vielen als Zukunftshoffnung der Partei angesehen wird, erhielt lediglich 69,1 Prozent Ja-Stimmen. Vor zwei Jahren waren es noch 76,5 Prozent gewesen. Peter Blumenrath dagegen verbesserte sich von 85,3 auf 91,4 Prozent Ja-Stimmen.

Mitgliederbeauftragter der CDU bleibt Marco Schmitz (87,8 Przent, Jens Petersen Schatzmeister (90,4 Prozent).

Die Kommunalwahl 2020 bestimmte Jarzombeks Rede, er griff Oberbürgermeister Thomas Geisel an. Dass ihn einige in der SPD nicht mehr im Vorstand haben wollte, griff er genüsslich auf. „Wenn ihm die eigene Partei nicht vertraut, wie sollen ihm dann die Düsseldorfer vertrauen“, fragte der CDU-Chef. Mit dem Amtsbonus sei es bei einer Wahl nicht so einfach, die Erfahrung habe die CDU selbst machen müssen. Geisel sei selbst sein größtes Problem. Er habe sich um die Rheinbahn nicht richtig gekümmert, offenbar auch, weil er zu viele Aufsichtsratsmandate habe. „Wenn man alles machen will, kriegt man gar nichts“, meinte Jarzombek.

Die CDU werde ihre Spitzenkandidatur nicht eineinhalb Jahre vor der Wahl bestimmen, „es gibt auch keinen Geheimplan Hildegard Müller“, meinte Jarzombek und spielte auf Gerüchte an, die seiner und Müllers Mitfahrt auf dem Karnevalswagen der RP gefolgt waren. Er könne aber auch versichern, dass Evelyn Burdecki nicht CDU-Spitzenkandidatin werde. Die Dschungelkönigin aus Düsseldorf war ebenfalls auf dem Wagen mitgefahren.

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