Düsseldorf: Diamatenschmuggel gescheitert

Düsseldorf: Diamatenschmuggel gescheitert

Dass er "steinreich" war, wollte ein 25-jähriger Flugpassagier aus dem Kongo bei seiner Landung vor rund einem Jahr in Düsseldorf offenbar unbedingt verbergen. Und doch hat der Zoll damals bei dem Kongolesen 358 Rohdiamanten im Gesamtwert von 5.500 Euro entdeckt, eingenäht ins Innenfutter seiner Umhängetasche.

Jetzt ist der Reisende nicht nur diese ungeschliffenen Edelsteine los, sondern muss noch 1200 Euro Strafe für die illegale Einfuhr der Rohdiamanten zahlen. Zu diesem Ergebnis kam es gestern vor dem Amtsgericht. Denn der Angeklagte konnte bei der Einreise von Kinshasa über Paris weder Begleitpapiere noch eine Kimberly-Codierung für seinen Edelsteinschatz vorweisen. Mit dem internationalen Kimberley-Abkommen soll gerade jener Handel mit so genannten Blutdiamanten verhindert werden, deren Herkunft und Gewinnung ungeklärt sind. Und doch hatte der Flugpassagier Einspruch eingelegt gegen einen schriftlichen Strafbefehl über 1200 Euro. Immerhin habe er sich im Kongo um ordnungsgemäße Zertifikate für die Rohdiamanten bemüht, sie angeblich aber nicht erhalten, weil er kein zugelassener Diamantenhändler sei. Doch gestern zog er seinen Protest gegen die Geldstrafe zurück, hat sie damit doch noch akzeptiert. Die Richterin machte ihm nämlich klar, dass eine Strafe für die illegale Einfuhr solcher Edelsteine in Deutschland auch deutlich höher als 1200 Euro ausfallen könnte. Zumal der Schmuggler offenbar genau wusste, dass er illegal handelte. Denn sonst hätte es doch keinen vernünftigen Grund gegeben, die Steine ins Taschenfutter einzunähen. Die Rohdiamanten bleiben als Schmugglerware also beschlagnahmt, die Geldstrafe gegen den 25-Jährigen ist jetzt fällig.

(wuk)