Düsseldorf: Deutsch-französische Kita eröffnet

Düsseldorf: Deutsch-französische Kita eröffnet

In der "Kuscheltierinsel" in Mörsenbroich werden Kinder bilingual betreut.

Kinder möglichst früh bilingual erziehen – darum geht es in der neuen Kita "l'île aux doudous" (dt. "Kuscheltierinsel") in Mörsenbroich. Die Einrichtung ist die erste deutsch-französische Kindertagesstätte in Düsseldorf. Jetzt feierte sie Eröffnung.

"Wir wollen, dass die Kinder spielerisch beide Sprachen, Deutsch und Französisch, lernen und üben können", sagt Nathalie Oppermann, Gründerin der Tagesstätte. Seit mehr als 20 Jahren lebt die gebürtige Französin in Deutschland. Und fast genauso lange beschäftigt sie sich auch mit der Betreuung für unter Dreijährige: "In Frankreich ist es ganz normal, dass Kinder schon sehr früh in eine Kita gehen. Hier hat sich das erst in den vergangenen Jahren entwickelt, und als die Nachfrage nach U3-Plätzen größer wurde, wollte ich in Düsseldorf ein Angebot schaffen."

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Zwölf Kinder im Alter von sechs Monaten bis drei Jahren werden in der Kita von vier Erzieherinnen betreut. Zwei von ihnen sprechen nur Deutsch mit den Kindern, die anderen beiden Französisch.

Ein Besucher der "Kuscheltierinsel" ist Etienne (2). Sein Vater Jerome Lemarie ist Franzose und lebt seit sechs Jahren in Deutschland, die Mutter ist Deutsche: "Wir wollten, dass Etienne sich an beide Sprachen gewöhnt. Aber ich bin arbeitsbedingt nicht so oft zu Hause, um mit ihm das Französisch zu üben", sagt Lemarie. Lange wird Etienne dort aber nicht mehr sein: Denn sobald er drei Jahre alt ist, wechselt er auf die Französische Schule. Diese beginnt bereits im Kleinkindalter mit der "École maternelle", einer Art Vorschule.Lob für die Initiative gab es von Michel Giacobbi, dem französischen Generalkonsul: "Die Kita ist ein weiteres Zeichen der Freundschaft unserer Länder. Die Kinder lernen beide Sprachen und Kulturen kennen."

(lai)
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