Düsseldorf: Der Worringer Platz hat jetzt ein neues Bistro

Düsseldorf : Der Worringer Platz hat jetzt ein neues Bistro

Schon seit 2005 besitzt Hasan Akgüvercin den kleinen Imbiss mitten auf dem Worringer Platz. Nun hat er sich vergrößert und sich einen Traum erfüllt: endlich eine gemütliche Atmosphäre für all seine Kunden schaffen. Gestern feierte der gläserne Bau auf der grünen Insel Eröffnung. Es waren einige Gäste gekommen zur Eröffnungsfeier des neuen, ausgebauten Imbiss "Grüne Insel". Neben Stammgästen, Familie und Freunden auch Vertreter der Stadt wie Bürgermeister Friedrich Conzen und Verantwortliche des Kunstprojektes "Gasthof Worringer Platz" wie Andrea Knobloch. Zur Feier des Tages gab es türkische Spezialitäten, Pizza, Getränke und Torte für alle - die Stimmung war gut und der Inhaber freute sich. "Ich habe immer daran geglaubt, dass der Standort Worringer Platz eine positive Entwicklung vor sich hat, und spätestens nach dem Ausbau unseres Bistros ist es soweit", sagt er. Und auch Conzen ist sich sicher "Die Vergrößerung der ,Grünen Insel' ist eine echte Aufwertung für den Platz und die Umgebung und Hasan Akgüvercin genau der richtige Mann, um den Imbiss zu leiten." In den vergangenen Jahren, in denen der Bistro-Inhaber vor allem seine mittlerweile sehr bekannte Pizza an Kunden verkaufte, hat er den Platz und seine Menschen gut kennen gelernt. "Wir sind Nachbarn und kommen alle gut miteinander aus", sagt er. "Man kennt und hilft sich." Vor allem Stammkundschaft, aber auch wartende Fahrgäste der öffentlichen Verkehrsmittel oder Angestellte aus den umliegenden Büros und Geschäften bewirtet er. So auch Alice Obermann. Die 39-jährige genehmigt sich regelmäßig einen Kaffee oder eine Kleinigkeit zu essen bei ihrem Zwischenstopp mit der Bahn. "Erst war ich ein bisschen skeptisch, denn der Worringer Platz lädt ja nicht gerade zum Verweilen ein", sagt sie. "Aber die Mitarbeiter hier sind so nett und der Kaffee und die Pizza einfach unschlagbar gut und günstig. Jetzt kann man sich auch in Ruhe niederlassen und mal die Mittagspause genießen." Ab sofort gibt es außerdem ein Frühstücksangebot, Nudeln, Aufläufe, gefüllte Kartoffeln (Kumpir) und vieles mehr.

Zur Feier des Tages durfte auch das hölzerne Kunstwerk des Künstlers Tilmann Meyer-Faje aus Amsterdam noch ein paar Tage länger stehen bleiben. Eine Art Kettenkarussell aus Holz ist das erste Werk in der neuen Projektreihe "Fliegende Monumente". "Jedes Jahr wird ein anderes, temporäres Monument auf dem Platz landen, zwei Tage bleiben und dann wieder verschwinden", sagt Knobloch. "Natürlich ist das ein Widerspruch, den Denkmäler und Monumente sind ja eigentlich etwas Beständiges. Nicht bei uns - hier fliegen sie."

Einmal jährlich gastiert ein solches flexibles Denkmal nun auf dem Worringer Platz, zusätzlich zu den anderen Kunstaktionen des Projekts "Gasthof Worringer Platz". Akgüvercin unterstützt die Projekte: "So kommt auch ein bisschen Kultur auf den Worringer Platz."

(ken)
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