Bauen in Düsseldorf Der Park an der Villa Sohl ist gerettet

Hubbelrath · Stadt, Politik und Investor haben bei der geplanten Bebauung einen Kompromiss gefunden. Im zweiten Anlauf wurde die Bauvoranfrage einstimmig angenommen. Der wiederhergestellte Park soll für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

 Die Villa von Hans-Günther Sohl verfügte über einen Atombunker sowie einen Fahrstuhl vom Schwimmbad ins Schlafgemach.

Die Villa von Hans-Günther Sohl verfügte über einen Atombunker sowie einen Fahrstuhl vom Schwimmbad ins Schlafgemach.

Foto: Marc Ingel

Die Fronten schienen verhärtet. Projektentwickler Lanzerath hatte das Grundstück mit der inzwischen verwilderten Villa des ehemaligen Thyssen-Managers Hans-Günther Sohl am Gartenkamp 2016 erworben, fühlte sich mit seinem Bauvorhaben aber ausgebremst, da die Politik den 40.000 Quadratmeter großen Park als Gartendenkmal unbedingt erhalten wollte. Der Investor hatte gegen die Unterschutzstellung geklagt, denn er bezweifelte, dass der unter Orkan Ela und zunehmender Verwahrlosung leidende Garten wirklich erhaltenswert ist. Jahrelang herrschte Stillstand, wurde die Villa in einschlägigen Internetforen zum „Lost Place“, es kam zu Bränden und Drogendelikten.