Düsseldorf: Der Gründgens-Platz ist jetzt bunt

Düsseldorf: Der Gründgens-Platz ist jetzt bunt

Die Künstler des Street-Art-Festivals "40 Grad" haben den tristen Platz vor dem Schauspielhaus in vielen Farben gestaltet. Noch bis Sonntag arbeiten Graffiti-Sprüher, Maler und Installationskünstler in der Innenstadt.

Für Klaus Klinger ist die Fläche vor dem Schauspielhaus "der toteste Platz der Stadt". Zumindest für diese Woche gilt das sicher nicht mehr. Graffiti-Sprayer, Maler und Installationskünstler aus aller Welt haben für das Street-Art-Festival "40 Grad" den Gustaf-Gründgens-Platz vereinnahmt und Tag und Nacht an ihren Werken gearbeitet.

Die Street-Art-Künstler haben die Mauer der ehemaligen Tankstelle und zwei leerstehende Gebäude bemalt. Foto: Andreas Endermann

An diesem Wochenende nun wird der Abschluss gefeiert - und endlich sind fast alle Arbeiten fertig. Wo vorher graue Tristesse war, ist es nun kunterbunt. "Wir haben den Platz zum ersten Mal belebt", sagt der Farbfieber-Chef und Mitveranstalter.

Der griechische Künstler Lakis Mouratidis hat in konzentrierter Kleinarbeit in mehr als einer Woche ein Bild an die Mauer gemalt. Foto: Andreas Endermann

Zum ersten Mal verfügt das Festival in seiner zweiten Ausgabe über einen klaren Mittelpunkt in der Stadt. Der bot sich an, weil wegen des "Kö Bogen II"-Projektes bald eine komplette Umgestaltung ansteht. Die Teilnehmer wissen deshalb, dass ihre Werke nicht von Dauer sein werden.

Dafür konnten sie - ganz legal - an besonderen Orten arbeiten. Nicht nur der Boden vor dem Theater und die denkmalgeschützte ehemalige Tankstellen-Mauer (über deren Abriss gerade Stadtplaner und Denkmalschützer streiten) stand zur Verfügung, sondern auch das Innere und die Fassade von zwei leerstehenden Bürogebäuden, die bald weichen werden. Alles ist nun mit einer Farbschicht überzogen.

Heute, am vorletzten Tag, gibt es ab 15.30 Uhr ein Abschlussfest, bei dem man die Ergebnisse der Arbeit bewundern kann. Es gibt Kunstaktionen, Live-Musik und nach Einbruch der Dunkelheit Lichtprojektionen aufs Schauspielhaus. Außerdem sind Führungen, Workshops und Mitmachaktionen geplant.

(RP)