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Der Chef der Düsseldorfer Staastsanwaltschaft wechselt an die Spitze der Polizei in Münster

Chef der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft : Falk Schnabel wird Polizeipräsident in Münster

Drei Jahre lang hat er die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft geleitet - jetzt kehrt Falk Schnabel der Landeshauptstadt und der Judikative den Rücken: Er wird jetzt Polizeipräsident in Münster.

Er sei der richtige Mann für den Posten, weil er nicht nur ein Verwaltungsprofi sei, sondern „sich zudem in jedem Feld der Kriminalität bestens auskennt“, begründet Innenminister Herbert Reul seine Personalentscheidung.

Der 51-jährige Jurist hat seit 2017 die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft geleitet, kam von der Generalstaatsanwaltschaft in Hamm. Der neue Job führt ihn in seine Heimatstadt zurück. Münster sei eine der lebenswertesten Städte Deutschlands, sagt Schnabel, und er wolle „meinen Beitrag leisten, dass dies auch so bleibt. Da geht es nicht nur um objektive Sicherheit, sondern auch um das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger.“

Der Leitende Oberstaatsanwalt ist nicht der erste aus der Düsseldorfer Anklagebehörde, der das Fach wechselt: Vor knapp einem Jahr erst war Staatsanwältin Britta Zur, die Schnabel im Herbst 2018 zur landesweit ersten Sonderdezernentin für Straftaten gegen Einsatzkräfte und Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes machte, zur Polizeipräsidentin in Gelsenkirchen ernannt worden. Sie ist die jüngste Polizeichefin in Deutschland.

Die hohe Personalfluktation in seiner Behörde hatte Schnabel in einem Interview mit unserer Redaktion auch als Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf bezeichnet. Denn Düsseldorfer Staatsanwälte seien bei den Landesbehörden offensichtlich sehr begeht. Das gilt offensichtlich auch für den Chef selbst.