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Denkmaltag am Jan-Wellem-Brunnen in Düsseldorf

Geschichte in Düsseldorf : Apfeltörtchen von Jan Wellem

Um am Tag des offenen Denkmals mehr Menschen anzulocken, warb der Förderkreis Jan Wellem Brunnen mit Wein und süßen Backwaren erfolgreich um Interesse.

Der alljährlich angesetzte Tag des offenen Denkmals sollte pandemiebedingt eigentlich nur virtuell stattfinden. Damit gab sich der Förderkreis Jan Wellem Brunnen aber nicht zufrieden und animierte den Bürgerverein Grafenberg zu einem kleinen Treffen am Jan-Wellem-Brunnen am Staufenplatz. Die Förderkreismitglieder waren vorbereitet, denn nicht nur der gut temperierte Jan-Wellem-Wein wurde eingeschenkt, auch eine kulinarische Neuerung gab es: Apfeltörtchen à la Jan-Wellem.

Aus der kleinen Gruppe der Aktiven und Kreativen hatte der Chef-Grafiker Thomas Wikullil eine amüsante Geschichte von Heinrich Heine recherchiert, die sich leicht auf den Brunnen ummünzen ließ. So hatte Heinrich Heine notiert: „Nun stand ich stundenlang vor dem Reiterstandbilde und zerbrach mir den Kopf: Wieviel silberne Löffel wohl darin stecken mögen, und wie viele Apfeltörtchen man dafür bekommen könnte?“

Gemeint war damit natürlich die Bronze-Reiterstatue des Kurfürsten Jan Wilhelms vor dem Rathaus, die erst mit den eingeschmolzenen Silberbestecken der Bürger vollends gegossen werden konnte. Anstelle eines Silberlöffelchens hoffte der Förderkreis allerdings auf Spenden für den Erhalt des Brunnens. Und animiert durch einen Schluck trockenen Wein aus der bevorzugten Lage des Kurfürsten, dem Dhroner Hofberg von der Mosel, oder eben aufgrund der süßen Nachspeise, dem Apfel im Blätterteig, mit Honig, Butter und Zimt, hielten Familien, Radler, Jogger, die eine Pause einlegen wollten, an und informierten sich so nebenbei über Historie und Visionen des Förderkreises. Und darum ging es ja primär: Es sollte für den Erhalt geschichtlich relevanter Zeugnisse geworben werden. Ziel erreicht, stellten die Jan-Wellem-Freunde am Ende des Tages zufrieden fest.