Straßensperrungen in Düsseldorf Mehrere Demos am Samstag in der Innenstadt - Händler besorgt

Düsseldorf · Besucher der Düsseldorfer Innenstadt müssen sich am ersten Adventswochenende wieder auf Verkehrsbehinderungen einstellen. Mehrere Demonstrationen sind angemeldet worden, darunter auch eine pro-palästinensische.

Erneut Pro-Palästina-Demo in Düsseldorf​ - Fotos
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So lief die Pro-Palästina-Demo am 18. November in Düsseldorf

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Foto: Julia Nemesheimer

Im Folgenden ein Überblick der Proteste am Samstag mit mindestens 100 angemeldeten Teilnehmern:

Von 14 bis 17 Uhr ist eine pro-palästinensische Demonstration mit 500 Teilnehmern unter dem Motto „Stoppt die Aggressionen“ angemeldet worden. Der Zug startet an der Friedrich-Ebert-Straße und geht dann über innerstädtische Straßen - darunter vermutlich auch die Königsallee - zum Graf-Adolf-Platz.

Unter dem Motto „Diversität und Normalität“ ruft der Pride e.V. von 16.30 Uhr bis 18 Uhr zu einem Protestzug auf. Angemeldet sind 200 Teilnehmer, die von der Charlottenstraße über die Immermannstraße weiter zum Schwanenmarkt ziehen wollen.

Von der Orangeriestraße wollen von 12.30 Uhr bis 15 Uhr 100 Teilnehmer bis zum Graf-Adolf-Platz ziehen. Unter dem Motto „Stoppt GEAS“ protestieren sie gegen eine mögliche Verschärfung des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems.

Zwischen 14 und 16 Uhr ist ebenfalls mit 100 angemeldeten Teilnehmern eine Kundgebung an der Oststraße Ecke Friedrich-Ebert-Straße unter dem Motto „Gegen Antisemitismus, Islamismus und Rassismus“ geplant.

Andreas Schmitz, Präsident der IHK in Düsseldorf, zeigt sich besorgt. In Zeiten großer Verbraucherverunsicherung seien die Händler in der Stadt auf ein gutes Weihnachtsgeschäft angewiesen. „Ein drohendes Verkehrschaos und Verunsicherung durch Demonstrationen und Kundgebungen schrecken Kundinnen und Kunden jedoch ab“, so Schmitz. Handel und die Gastronomie würden somit besorgt in die Adventszeit starten.

Eine aktuelle Umfrage unter Gewerbetreibenden in der City bestätige dies, so der IHK-Präsident. Demnach beklagen 81 Prozent der Befragten samstägliche Umsatzverluste in Höhe von durchschnittlich 29 Prozent. Sie führen dies in erster Linie auf die eingeschränkte und unsichere Erreichbarkeit aufgrund von Demonstrationen und Kundgebungen zurück. Viele Gäste kämen aus diesem Grund am Samstag überhaupt nicht mehr nach Düsseldorf.

Schmitz fordert von der Stadt: „An diesem und den kommenden Adventssamstagen muss die Landeshauptstadt daher einen möglichst reibungslosen Verkehrsfluss sicherstellen und für Sicherheit und Sauberkeit rund um die Kundgebungen sorgen.“

Ähnlich besorgt ist der Handelsverband Nordrhein-Westfalen. Eine Sprecherin sagte, es sei am Samstag zwischen 14 und 17 Uhr „leider mit erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen“.

(csr)
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