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Düsseldorf: Demo für bezahlbare Mieten

Düsseldorf : Demo für bezahlbare Mieten

Für bezahlbare Mieten haben am Samstag im Rahmen eines bundesweiten Aktionstags auch in Düsseldorf 300 Menschen demonstriert. Auf Transparenten forderten sie "Wohnen darf keine Ware sein" und "Friede den Hütten, Krieg den Palästen".

Veranstaltet hatte den Protestzug mit anschließender Kundgebung das "Bündnis für bezahlbaren Wohnraum". Auch in Bochum und Köln sowie bundesweit in Berlin, Hamburg, Dresden, Frankfurt, Hanau und Freiburg hatte das Bündnis zu Protesten aufgerufen. Bundesweit seien mehr als 10.000 Menschen gegen steigende Mieten und die Verdrängung aus ihren Wohngegenden auf die Straße gegangen, teilten die Veranstalter am Sonntag in Berlin mit. In Hamburg nahmen nach ihren Angaben mehr als 5000, in Berlin mehr als 3000 Menschen an den Demos teil.

Die bislang meist lokalen Proteste hätten sich mit dem bundesweiten Aktionstag "neues Terrain erobert", erklärte Enrico Schönberg vom Vorbereitungskreis in Berlin. Viele Mieter hätten erkannt, dass sie an vielen Orten mit den gleichen Problemen zu kämpfen hätten: "Ihr Lebensraum wird meistbietend vermarktet, und sie bleiben auf der Strecke."

In Düsseldorf sei der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Mietwohnungen mit 9,30 Euro Spitzenreiter in Nordrhein-Westfalen, so die Organisatoren. Dem stünden rund 90.000 Menschen gegenüber, die auf soziale Grundsicherung angewiesen seien und sich ihre Mieten häufig nicht mehr leisten könnten.

Das Wohnen in ganz Nordrhein-Westfalen hat sich deutlich verteuert. Im vergangenen Jahr erhöhte sich bei Neuvermietungen an Rhein und Ruhr die durchschnittlich verlangte Kaltmiete um 5,6 Prozent auf durchschnittlich 6,05 Euro pro Quadratmeter und Monat. Das geht aus dem LEG-Wohnungsmarktreport NRW 2013 hervor, der Ende August veröffentlicht wurde.

(lnw)