Tonnengarde: De Buure fiere: Niederkasseler Tonnengarde kürte ihre Bauern

Tonnengarde : De Buure fiere: Niederkasseler Tonnengarde kürte ihre Bauern

Die Niederkasseler Tonnengarde ist dafür bekannt, dass sie einen etwas anderen Karneval feiert. Bei der Bauernkürung am Samstag zeigten die Jecken wieder, was richtigen "Dorfkarneval" ausmacht. Unter dem Motto "De Buure fiere" startete die Tonnengarde in der Aula des Comenius-Gymnasiums in die Karnevalssession.

Der Raum, in dem sich rund 400 Feierlustige versammelt hatten, war mit unzähligen blau-weißen Luftballons geschmückt. Als Bühnenkulisse diente ein gemaltes Bild, das Niederkassel als eine Art Dorfplatz zeigte. "Die Sitzungen der Tonnengarde sind herrlich erfrischend. Hier gibt es nicht diesen typischen Lackschuh-Karneval, sondern eine richtig herzliche Atmosphäre", meinte die 59-jährige Gertrud Brinckmann, die schon häufiger Veranstaltungen der Niederkasseler Jecken besucht hat.

Traditionell kamen die Mitglieder der Tonnengarde in ihren Bauerntrachten zur Kürung. Die Frauen trugen weiße Blusen und dunkelblaue Röcke mit einer Art Schürze. Die Männer zeigten sich hingegen allesamt in blauen Hemden und roten Dreieckstüchern um den Hals, die von einer echten Kartoffel gehalten wurden.

Auch das frisch gekürte Bauernpaar Thomas und Britta Damm sowie das Kindertonnenbauernpaar Flavia Conti Mica und Louis Riekenbrauk trugen die traditionelle Bauerntracht, zu der auch Holz-Clogs gehören. "Die Schuhe sehen ungemütlicher aus, als sie wirklich sind. Mit ein paar dicken Socken sind sie sogar ganz bequem", sagte Riekenbrauk, der vor seiner Kürung noch etwas aufgeregt war.

Die wohl fantasievollste Verkleidung des Abends hatte sich der Präsident der Tonnengarde überlegt. Karl Hans Danzeglocke kam in einem Jackett zur Sitzung, das aus einem hellbeigen Kartoffelsack genäht worden war. "Eigentlich passt doch nichts besser zu einem Bauern", meinte Danzeglocke, der gut gelaunt durch das Abendprogramm führte.

(sdt)