Das wollen die Parteien in Düsseldorf im nächsten Jahr finanzieren

Kurz gesagt: Die Ziele der Fraktionen  im Twitter -Format

Höchstens 140 Zeichen gaben wir den Haushaltsrednern der Parteien, um ihre wichtigsten Thesen zusammenzufassen. Das sind ihre Statements.

Rüdiger Gutt (CDU)

Als wachsende Stadt steht Düsseldorf vor großen Herausforderungen. Die CDU will mit ihrem Düsseldorf-Plan die hohe Lebensqualität sichern.

Punkte des Plans: Sicherheit, Sauberkeit; Mobilität; Familie, Bildung, Kultur, Sport, Freizeit; Wohnen und Arbeiten; starke Stadtteile

Wir beantragen eine Pro-OSD-Offensive für Düsseldorf: mehr Sicherheit durch 16 neue Stellen und Wiederbesetzung von 40 freien Stellen.

Wir fordern ein realistisches Bauflächen-Management für preisgünstigen und preisgedämpften Wohnraum und für die Ansiedlung von Gewerbe.

Wir brauchen in Düsseldorf endlich eine Verkehrspolitik mit Augenmaß und eine zukunftsorientierte Verkehrswende mit Vernunft.

Markus Raub. Foto: Laura Ihme

Markus Raub (SPD)

Der Haushalt 2019 ist zum fünften Mal in Folge ausgeglichen. Seit 2018 können Überschüsse erzielt werden, die der Rücklage zugute kommen.

Um den Wohnungsmarkt entlasten zu können, ist bei Neubauprojekten mindestens ein Anteil von 50 % geförderten Wohnungen erforderlich.

Die Stadt soll ihren Auszubildenden ein Wohnheim anbieten. Nur so kann sie im Ringen um Talente mit der Privatwirtschaft erfolgreich sein.

Ziel der Verkehrswende muss sein, dass es attraktiver ist, sich in der Stadt mit dem ÖPNV, Rad oder zu Fuß zu bewegen, statt mit dem Auto.

Düsseldorf ist zu einer internationalen, angesagten und sympathischen Metropole geworden, mit eigenständigen und lebendigen Stadtteilen.

Norbert Czerwinski (Grüne)

Integration gelingt! Mit vielen Ehrenamtlichen, guten Projekten, Investitionen in Sprache, Wohnen und Arbeit. #Vielfalt #Düsseldorf #AMI

Norbert Czerwinski, Sprecher der Grünen-Ratsfraktion. Foto: Arne Lieb

Investitionen UND den Haushalt im Plus! Wir bauen und sanieren weiter in Rekordtempo. #Schulen #Schwimmbäder #Kultur #Zukunft

Kreativ und neu! Mehr Geld für die Freie Kulturszene, endlich die Sanierung und Erweiterung des Tanzhaus NRW. #Kultur #Bunt #Leben #Kreative

Grün und kühl! Der Hitzesommer zeigt: Wir brauchen mehr Bäume, grüne Dächer und Fassaden in der Stadt. #Klima #Grün #abkühlen #GesundeStadt

Mehr Tempo beim Radwegebau! Wir wollen eine städtische Firma, die das Radnetz schnell ausbaut – wie die IPM die Schulen. #BauRAD #Tempo

Manfred Neuenhaus (FDP)

Der Haushalt ist strukturell ausgeglichen, es gibt keine Kreditaufnahme und keine Steuererhöhungen. Düsseldorf geht es finanziell gut.

Düsseldorf braucht dringend noch mehr preiswerten Wohnraum – grade auch für junge Leute. Für uns wäre Baubeginn sofort.

Manfred Neuenhaus. Foto: Laura Ihme

Verkehrswende jetzt: Endlich 150 neue Stadtbahnwagen kaufen und bei Omnibussen ab sofort auf E-Mobilität setzen.

Wir investieren in den nächsten Jahren rd. 1 Milliarde Euro in Schulen und neue Bäder. Beste Bildung Made in Düsseldorf.

Außerdem beschließen wir: Eine neue Eissporthalle für Benrath, noch mehr Plätze im Ganztag, weitere Maßnahmen gegen Kinderarmut.

Angelika Kraft-Dlanglamandla (Linke)

Statt Prestige- und Großprojekten mehr Geld gegen zunehmende Armut, Vermeidung von Wohnungslosigkeit, Stromsperren, Kinderarmut.

Stadtteile stärken durch mehr Nähe mit Kultur- und  Bildungsangeboten vor Ort, mehr und möglichst kostenlosem ÖPNV; kurze Wege für alle.

Angelika Kraft-Dlangamandla. Foto: Laura Ihme

Bezahlbare Wohnungen für alle: kein Verkauf von städtischen Grundstücken, Vorkaufsrecht stadtweit einführen, kommunalen Wohnungsbau stärken.

Kostenloser Zugang zu Bildung, Kultur, beim Mittagessen in Kitas und Schulen. Bessere Bezahlung in allen Bildungs- und Kultureinrichtungen.

Mehr Schutz der Natur, mehr Grün, bessere Luft durch mehr ÖPNV, Schutz aller (Kleinst)Lebewesen, mehr Rad- und sichere Fußwege.

Ulrich Wlecke (Tierschutz / Freie Wähler)

OB Geisel + SPD + GRÜNE + FDP legen erneut unsoliden Haushalt vor. Düsseldorfer Verschuldung schon bei über 2,2 Milliarden Euro

Jahresabschluss muss extern geprüft werden und Sitzungen des Rechnungsprüfungsausschuss müssen öffentlich sein – es geht um Steuergelder.

Ernennung eines ehrenamtlichen Tierschutzbeauftragten zur Erfüllung des Staatziels Artikel 20a Grundgesetz ist schon lange überfällig!

Ulrich Wlecke. Foto: Laura Ihme

RRX, U81 und weitere U-Bahnen gehören in Tunnel. Oberirdisch ist dann Platz für Bäume, die auch nicht für Ed Sheeran gefällt werden.

Individueller Autoverkehr muss gut möglich bleiben. Deshalb fordern wir: Keine Benachteiligung gegenüber dem Fahrrad.

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