Kirmes: Kritik an den hohen Auflagen: Das sagen die Leser

Kirmes: Kritik an den hohen Auflagen : Das sagen die Leser

Die Katastrophe bei der Loveparade in Duisburg hat auch Auswirkungen auf die Düsseldorfer Kirmes. Vor allem für die Party-Zelte der Brauerein werden de Auflagen drastisch verschärft. Einige Leser kritisieren die hohen Auflagen für die Kirmes.

Die Auflagen sind nach der Katastrophe bei der Loveparade verschärft worden. Die Brauauerein sollen die Anzahl der Besucher in den Zelten beschränken. Doch es gibt auch andere Vorschläge. " Es würde allemal reichen, die Anzahl der Notausgänge und deren Funktion zu überprüfen. Kein Besucher würde sich freiwillig noch in ein bereits übervolles Zelt drängen", schreibt der User klaus luckerath.

User Quido sieht ein ganz anderes Problem als die Partyzelte bei der Düsseldorfer Kirmes - nämlich den Zugang zum Kirmesplatz. " Vor ungefähr fünf Jahren hatte ich ein Problem damit nach dem Feuerwerk von der Rheinwiese am Ufer wieder auf den Festplatz zu gelangen, da es nur einen Zugang gab. Ich stand ungefähr eine halbe Stunde in diesem Nadelöhr auf demselben Fleck, es gab kein Vor- oder Zurück."

stadtmensch gibt sich realistisch: "Massenveranstaltungen wie die Kirmes werden immer ein Gefahrenpotential beinhalten. Aber im Gegensatz zur Love Parade in Duisburg sind die Besucherzahlen und Bewegungsmuster der Menschen aus vielen Jahren heraus bekannt. Ein Restrisiko wird immer bleiben."

Angst vor der Gefahr vor dem Zelt

Die Vorschriften der Sonderbauverordnung besagen, dass pro Netto-Quadratmeter nur drei Personen zugelassen sind. Marianne Kock, Sprecherin der Brauerei Schlösser, sieht das skeptisch: "Verdient haben wir in all den Jahren, setzt man die hohen Kosten dagegen, an unserem Schlösser-Zelt ohnehin nichts. Wenn dann noch ein Einlass-Stopp kommt, rechnet es sich überhaupt nicht mehr. Mal ganz abgesehen vom zusätzlichen Sicherheitspersonal. Und wenn die Menschen am Einlass drängeln, bedeutet das etwa kein Sicherheitsrisiko?"

Diese Auffassung teilt auch der User stadtler & waldorf: "Was passiert eigentlich mit den Leuten, die nicht mehr in die - dann wohl nur halbvollen - Zelte gelassen werden? Genau, sie machen die ohnehin schon vollen Wege noch voller und es wird vor den Zelten zu großen Menschenknubbeln kommen. Wo ist die Gefahr dann wohl größer?"

Die Aussage, das Zelt wäre nicht mehr rentabel, stößt auf Unverständnis bei den Lesern: " Präsenz zu zeigen auf solchen Riesenveranstaltung ist von unschätzbarem Werbewert für den Namen", schreibt tagsiorra.

(sger)