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Düsseldorf: Das Riesenrad soll wieder leuchten

Düsseldorf : Das Riesenrad soll wieder leuchten

Es gibt viel Zuspruch für Düsseldorfs Winter-Wahrzeichen. Doch das Ergebnis der Lichtmessungen steht noch aus. Die Stadt will einen Konsens.

Die Lichter am Riesenrad auf dem Düsseldorfer Burgplatz waren in der vergangenen Nacht aus. Das soll sich nach dem Willen von Stadt und Betreiber, der Familie Bruch, wieder ändern, allerdings steht zunächst noch eine Lichtmessung des Umweltamtes aus, so ein Sprecher der Stadt. Das Umweltamt möchte eben jene Lichtmessung machen, um auf dieser Grundlage einen Kompromiss mit dem Anwohner zu finden, der sich von der nächtlichen Illuminierung gestört fühlt. "Wir wollen alle Interessen berücksichtigen, auch wenn unser Ziel ist, dass das Riesenrad auch nach 22 Uhr leuchtet", hieß es gestern bei der Stadt. Das Rheinpanorama mit dem Riesenrad zu erhalten, sei auch das Ziel von Oberbürgermeister Thomas Geisel.

In diversen Foren und sozialen Netzwerken, nicht zuletzt auch bei RP-Online sorgte das Thema derweil für viel Aufregung unter den Lesern. Die meisten Leser äußern Unverständnis darüber, dass der Anwohner sich durch das Licht gestört fühlt. Wer in der Düsseldorfer Altstadt wohne, müsse mit einer solchen Einschränkung leben, so der Tenor. Außerdem empfehlen die Kommentatoren, einen Lichtschutz. Es gibt aber durchaus auch Verständnis für die Situation des Anwohners. Nach Informationen der Rheinischen Post soll es sich bei dem Beschwerdeführer um ein Ehepaar handeln, das die vergangenen Jahre im Ausland verbracht hat und nun nach Düsseldorf zurückgezogen ist. Das erleuchtete Riesenrad ist dementsprechend eine neue Erfahrung für das Ehepaar. Dies ist wohl auch der Grund, warum sie sich erst in diesem Jahr - und nicht bereits in den drei Jahren zuvor - an der Beleuchtung stören.

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Die Betreiber des Riesenrades, Familie Bruch, hofft auf eine baldige Lösung des Problems. "Es freut uns natürlich, dass das Riesenrad so gut angenommen und als Wahrzeichen angesehen wird. Wir haben auch viel Zuspruch in den vergangenen Tagen erhalten", hieß es hier. Man wolle jedoch auch niemandem die Nachtruhe vergällen und würde es sehr begrüßen, wenn die Stadt einen Konsens mit den Anwohnern fände. Man sei zu jeder Mithilfe bereit. Klarstellen wollen die Riesenradbetreiber, dass es ihnen nicht darum geht, Strom zu sparen. Da es sich bei der Beleuchtung um modernste LED-Lämpchen handelt, sei das eine zu vernachlässigende Größe.

 Leuchte Rad, leuchte! An den Anblick des Riesenrades haben sich die Düsseldorfer so gewöhnt, dass es als Wahrzeichen angesehen wird.
Leuchte Rad, leuchte! An den Anblick des Riesenrades haben sich die Düsseldorfer so gewöhnt, dass es als Wahrzeichen angesehen wird. Foto: Andreas Endermann

So schnell wie möglich will das Umweltamt nun die Lichtmessungen durchführen. Dafür wird an verschiedenen Stellen in der betroffenen Wohnung zunächst die Gundlichtbelastung gemessen und danach die Aufhellung, wenn das Riesenrad beleuchtet ist.

Die Differenz der mit einem Luxmeter gemessenen Werte sollte laut Bundesimmissionsgesetz ein Lux nicht überschreiten, hieß es beim Umweltamt. Lux ist die Einheit der Beleuchtungsstärke und bezieht sich auf eine fest definierte Fläche von einem Quadratmeter. Wenn ein Leuchtmittel mit der Stärke von einem Candela Lichtstärke - also ein Lumen Lichtstrom - auf einen Quadratmeter aus einem Meter Entfernung strahlt, dann entspricht dessen Beleuchtungsstärke einem Lux.

Hier geht es zur Infostrecke: Reaktionen: "Riesenrad soll nachts dunkel bleiben"

(RP)