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Das "Quartier Hagener Straße" in Düsseldorf wird komplett umgebaut

Stadtplanung Düsseldorf : Hagener Straße erhält ein neues Gesicht

Stefan Forster ist der Sieger des Architektenwettbewerbs für den Umbau des Quartiers in Gerresheim. Es sollen bis zu 172 neue Wohnungen entstehen. Baubeginn ist nicht vor 2021.

Es ist vollbracht. Nach drei Runden Öffentlichkeitsbeteiligung, vielen Stunden Entwerfen, Verwerfen, Planen, Zeichnen in fünf Architekturbüros und einer vierstündigen Jurysitzung zur Beurteilung der letzten Entwürfe steht der Sieger des Wettbewerbs zur Neugestaltung des Quartiers Hagener Straße fest. Die Wettbewerbsjury empfahl der Wogedo (Wohnungsgenossenschaft Düsseldorf-Ost) dem künftigen Bauherrn, sich mit Stefan Forster Architekten in Verbindung zu setzen. „Er hat die Jury mit seinem gelungenen Mix aus städtebaulicher Qualität und Wirtschaftlichkeit überzeugt“, erläutert Wogedo-Vorstand Dirk Mowinski.

Vor der Jurysitzung legten sich die fünf am Wettbewerb beteiligten Planungsbüros im öffentlichen Abschlusskolloquium im Gerresheimer Bahnhof noch mal so richtig ins Zeug. Zwar ähnelten sich die finalen Entwürfe sehr, aber das war klar, waren doch die Vorgaben des zukünftigen Bauherrn und der Stadt einzuhalten. Die städtebauliche Qualität im räumlichen Zusammenhang der historischen Siedlungsbereiche soll eben eingehalten werden. So enthielten alle Planungen eine Tiefgarage, einen Gemeinschaftsplatz, Loggien oder Balkone, die Betonung der Häusereingänge, Blickachsen zum Wald, Gärten für die Häuser an der Waldkante und maximal fünf Geschosse. Allen Entwürfen war auch gemeinsam, dass der bisher durchgängige Gebäuderiegel auf der Waldseite der Hagener Straße aufgebrochen wird und so kürzere Gebäude mit Durchgängen ins Grüne entstehen. Für die 150 abgerissenen Wohnungen sollen zwischen 146 und 172 neue Wohneinheiten entstehen. „Es waren fünf Entwürfe, die alle ihren Charme haben. Obwohl es Ähnlichkeiten gab, gab es auch viele Unterschiede“, so die Leiterin des Stadtplanungsamtes, Ruth Orzessek-Kruppa.

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Die Entscheidungsfindung, wer Wettbewerbssieger werden sollte, war nicht einfach. „Alle eingereichten Vorschläge haben ihre Stärken, alle sind auf Vorschläge, Anregungen und Interessen eingegangen. In der Jury wurde heiß diskutiert“, verrät Orzessek-Kruppa. Bis aber der erste Spatenstich erfolgt, geht noch Zeit ins Land. „Unser Augenmerk liegt jetzt darauf, dass wir für die aktuellen Mieter an der Hagener Straße im Wogedo-Bestand bis 2021 neue Wohnungen finden“, so Mowinski. „Das ist uns bis jetzt ganz gut gelungen. Zwei Drittel sind bereits versorgt.“