Das Oktoberfest in Düsseldorf-Himmelgeist lockt hunderte Feierfreudige ins Festzelt

Oktoberfest : Himmelgeist tanzt auf Tischen und Bänken

Das Oktoberfest lockte Feierfreudige aus dem gesamten Süden in das Festzelt.

Es war ein toller Abend in Himmelgeist. Nicht ganz so ruhig, wie man es vielleicht in der Nähe eines Naturschutzgebietes direkt am Rhein erwarten würde. Pünktlich um acht begann das 14. Oktoberfest im Himmelgeister Festzelt, als die Band „Stoapfälzer Spitzbuam“ die Bühne betrat. Es war der sechste Auftritt der fleißigen Musiker, die ihr Publikum wohl auch deshalb schon einschätzen konnten. Nur fünf Minuten nach dem Musik-Beginn verstummten die ersten Gespräche derer, die sich „so lange nicht gesehen hatten“. Es wurde kräftig mitgesungen. Die Stimmung stieg und um 20.13 Uhr, beim ersten Santiano-Lied war bereits an allen der rund 30 großen Tische, an den kleinen ebenso und auf den „Stehplätzen“ kollektives Schunkeln, Mitsingen und Klatschen angesagt.

Noch einmal ein Musikstück später wurde bereits auf den Bänken getanzt. Dabei taten sich besonders der Ex-Fußballer Olaf Faßbender – früher unter anderem bei VfL Benrath und SV Wersten aktiv – und Tischtennisspieler Holger Vorpahl hervor. Und wieder ein paar Minuten später wurde teilweise schon auf den Tischen getanzt. Tanzen, das ging natürlich auch auf dem Parkett. Nicht nur zu Hits von Matthias Reim. Die „Spitzbuam“ spielten eben für jeden etwas und hatten wohl auch das Gespür dafür, wie man den Stimmungsbogen auf einem guten Niveau hält.

Doch bei aller Feierlaune blieb alles gesellig und friedlich, auch wenn mal ein Gast im Dirndl die Feiernden am Nachbartisch touchierte. Das förderte eher die Erkenntnis, dass es auf der Tanzfläche vor der Band zwar eng war, aber eben auch ungefährlicher.

Dass die Erste Jägerkompanie, unter deren Regie und Organisation das Fest wie geschmiert lief, mangels Karten wieder einmal keine Abendkasse öffnen konnte, zeigt die Beliebtheit der Veranstaltung. Und ist auch ein Beleg für die gute Kameradschaft, die Jäger-Boss Roland Weber und seine Schützen zu den umliegenden Gesellschaften und Vereinen pflegen. Weber: „Die Karten für das Oktoberfest sind seit Jahren im Nu ausverkauft, das Festzelt ist immer voll. Und das Schönste für uns ist, dass unser Oktoberfest Anklang bei den Bewohnern von Benrath, Holthausen, Itter, Wersten, Volmerswerth, Flehe, Hamm und in der Umgebung davon findet.“

Dass die Veranstaltung im Zelt so reibungslos lief, war auch den Profis, die die Bewirtung übernommen hatten, zu verdanken. Zwei Roland-Wagen sorgten für die Speisen zu annehmbaren Preisen. Sechs Menschen an der Theke sowie einige Helfer dahinter sorgten für Nachschub. Und die zehn Bedienungen schleppten, was die Arme tragen konnten und flitzten derart durch die Reihen der Zeltbesucher, dass manch ein Wettkämpfer vor Neid erblasst wäre. Für die sechs Mitarbeiter der Leverkusener Sicherheitsfirma war es ein ruhiger Abend.

Dass an alles, zum Beispiel an die Beleuchtung des asphaltierten Festzelt-Zuganges oder einen Behälter für leere Flaschen am Ausgang des Festzeltes gedacht war, zeugt auch davon, dass die Himmelgeister auch beim Feiern an ihr nahe gelegenes Naturschutzgebiet am Rhein denken.