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Baubeginn im Frühjahr 2012: Das neue Polizei-Präsidium

Baubeginn im Frühjahr 2012 : Das neue Polizei-Präsidium

Eine Jury hat den Entwurf für die Instandsetzung und Erweiterung des Polizeipräsidiums gekürt. Im Frühjahr 2012 soll Baubeginn sein. Der Jürgensplatz wird ein öffentlicher Platz, ein Durchgang reicht bis zur Neusser Straße.

Die Erweiterung des Polizeipräsidiums Düsseldorf kommt voran: Gestern wurde der Siegerentwurf für die Umgestaltung vorgestellt. Aus 17 eingereichten Entwürfen entschied sich eine Fachjury für die Pläne des Düsseldorfer Büros HPP Architekten. Ab Frühjahr 2012 soll auf dem Gelände im Stadtteil Unterbilk zunächst eine zweigeschossige Tiefgarage mit 455 Stellplätzen entstehen, ehe bis 2014 der Erweiterungsbau fertiggestellt wird. Danach beginnt die Sanierung des denkmalgeschützten Hauptgebäudes. 2015, so der Plan, sind alle Arbeiten abgeschlossen.

Polizeipräsident Herbert Schenkelberg bekräftigte bei der Vorstellung die Entscheidung, am Standort Jürgensplatz zu bleiben: "Es gibt keinen besseren Standort als mitten im Regierungsviertel." Der Siegerentwurf entspräche genau dem Selbstbild der Polizei: "Das neue Gebäude sieht so aus, wie wir uns präsentieren wollen: professionell, bürgernah und transparent." Für den Anbau werden die Garagen an der Neusser Straße abgerissen. An ihrer Stelle entsteht der 5100 Quadratmeter große Anbau, der sich durch seine Struktur in das bestehende Gebäude einfügt. Durch seine Glasfassade ist der Anbau klar als solcher erkennbar.

Die Erneuerung des Präsidiums bedeutet auch städtebauliche Veränderungen. Durch den Bau der Tiefgarage fallen die Parkplätze auf dem Jürgensplatz weg, so dass dieser als öffentlicher Platz genutzt werden kann. Zwischen dem nördlichen Bau- und Verkehrsministerium und dem Präsidium soll ein Durchgang zur Neusser Straße entstehen, der an die ´Verbindung vom Schwanenspiegel anschließt. Baudezernent Gregor Bonin erklärte, dass dieser langfristig bis zum Landtag weiter verlaufen solle. "Wir tun alles, um eine Achse in Richtung weiterzuführen", so Bonin. Auch werde weiter versucht, eine Lösung zu finden, um das Mannesmann-Parkhaus an der Moselstraße zu beseitigen.

17 Arbeiten eingereicht

Nicht alle der 17 Entwürfe des Wettbewerbs sahen vor, die Seite zum Jürgensplatz unbebaut zu lassen. Ein Entwurf beinhaltete den Bau eines Hochhauses an der Stelle des Haupteingangs. "Ein frischer Ansatz", sagte die Kölner Architektin und Jury-Mitglied Dörte Gatermann. Überzeugender seien aber die Entwürfe gewesen, die dem Platz mehr Raum gelassen haben. So wählten auch die zweit- und drittplatzierten Büros Slapa Oberholz Pszczulny Architekten aus Düsseldorf und Heinle Wischer Gesellschaft für Generalplanung aus Köln einen ähnlichen Ansatz.

Nun beginnen die Verhandlungen mit den drei Büros. Eines von ihnen erhält schließlich den Auftrag für die Generalplanung. Die Kosten für die Instandsetzung und Erweiterung des Polizeipräsidiums betrage einen "hohen zweistelligen Millionenbetrag", so Hans-Gerd Böhme vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW. Der Erweiterungsbau ist notwendig, weil durch die Zusammenführung von Dienststellen zu den rund 850 Bediensteten noch 350 bis 400 Personen hinzukommen werden. Der Umbau erfolgt während des laufenden Betriebes.

(RP)