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Düsseldorf: Das muss alles im Opernhaus erneuert werden

Düsseldorf : Das muss alles im Opernhaus erneuert werden

In einer Sondersitzung beschäftigte sich der Kulturausschuss gestern mit dem 18 Millionen Euro teuren Maßnahmenpaket für die Instandsetzung der Oper an der Heinrich-Heine-Allee.

Die Liste mit Mängeln in der Rheinoper ist lang: Das Dach muss erneuert werden, ein Großteil der Technik ist veraltet und auch das Inventar ist abgenutzt. Gestern stellte Dezernent Hans-Georg Lohe in einer Sondersitzung des Kulturausschusses die einzelnen Maßnahmen zur Sanierung des 1873 errichteten Hauses vor. In einem Zeitraum von fünf Jahren sollen sie Schritt für Schritt umgesetzt worden. Geschätzte Kosten: 18 Millionen Euro. Die wichtigsten Fragen dazu im Überblick:

Was muss gemacht werden? Die Verwaltung hat den Maßnahmenkatalog in acht Themenkomplexe unterteilt, Kosten geschätzt und Priorisierungen vorgenommen. Die dringlichste Maßnahme ist die Sanierung des Dachs. Im Sommer wurde festgestellt, dass Wasser durch die Decke des Foyers gelangt ist und die Bauelemente aus den 50er Jahren saniert werden müssen. Kosten: 4,5 Millionen Euro. Auch die Bühnensteuerung muss erneuert werden (1,6 Millionen Euro), Audio- und Videotechnik müssen für geschätzte 6,8 Millionen Euro modernisiert werden, ein neuer Bühnenwagen muss für 1,5 Millionen Euro angeschafft werden. Die Oper ist außerdem nicht barrierefrei, es gibt zwar einen Aufzug, "aber in den kommt man mit einem breiten Rollstuhl nicht rein", sagt Lohe. Ein neuer soll her, der schon vom Parkhaus bis hoch in die Oper führt. Kosten: 900.000 Euro.

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Die Stühle im Zuschauerraum sind ein weiterer Punkt auf der Liste. Sie wurden zwar 2006 aufgearbeitet, haben ihre besten Tage jedoch hinter sich. Eine neue Bestuhlung würde wiederum 900.000 Euro kosten. Ebenso sollen nach und nach die Scheinwerfer auf LED-Technik für 1,1 Millionen Euro umgerüstet werden. Das würde dann auch Geld sparen, sagt der Kulturdezernent: "Die Energiekosten würden sinken, weil die neuen Lichter weniger Strom verbrauchen und weniger Energie für die Kühlung der Scheinwerfer benötigt wird." Für sonstige Maßnahmen hat die Verwaltung zudem 700.000 Euro einkalkuliert.

Was sagt die Politik? Der Kulturausschuss sollte bereits in seiner letzten Sitzung einen Bedarfsbeschluss für die Maßnahmen fassen. Dann können Lohe und die Oper anfangen zu planen, bevor dann ein Finanzierungsbeschluss zur Ausführung gefasst wird. Die Ampel-Kooperation hatte jedoch in der Sitzung geklagt, nicht genügend über die Maßnahmen informiert zu sein. Weil aber die Zeit gerade für die Dachsanierung drängt, wurde die Sondersitzung einberufen. Gestern waren die Politiker zufrieden mit der Präsentation Lohes. Die Ampel aus SPD, FDP und Grünen brachte aber noch einen Ergänzungsantrag ein: Die Politiker wollen, dass das Opernhaus noch einmal von einem Experten auf den Sanierungsbedarf hin geprüft wird, damit nicht unerwartet neue Mängel auftauchen. "Wenn wir das Dach sanieren, müssen wir wissen, ob das Fundament in Ordnung ist", sagte Manfred Neuenhaus (FDP). Außerdem will die Ampel, dass eine "Projektgruppe Sanierung Kulturgebäude" gegründet wird, die die Kulturinstitute in der Stadt überprüft. So eine Gruppe hat bereits die Kämmerin für alle anderen städtischen Gebäude ins Leben gerufen. CDU und Linke schlossen sich diesem Antrag an - betonten aber, dass im Fall der Oper nun keine Zeit verloren gehen dürfe.

Was passiert jetzt? Der Bedarfsbeschluss ist gefasst, das bedeutet, die Planung kann beginnen. Hans-Georg Lohe schätzt, dass sie zwölf Monate andauern wird. Dann kann die Finanzierung beschlossen und damit als erste Maßnahme die Dachsanierung beginnen. Mitte 2018 soll das so weit sein. Die Mängel sollen nach und nach behoben werden, immer in der spielfreien Zeit. Dann wird das Programm der Oper nicht zu sehr beeinflusst.

(lai)