Das Kinder- und Straßenfest der Tannenhofsiedlung in Düsseldorf 2019

Tannenhofffest in Düsseldorrf : Ein Fest für Jung und Alt

Das Kinder- und Straßenfest der Tannenhofsiedlung in Vennhausen blickt mittlerweile auf eine lange Tradition zurück und vereint viele Generationen von Anwohnern miteinander.

„Das Wetter hat uns nie aufgehalten. Und dass, obwohl wir mit Hagel und Sturmregen schon alle Varianten erlebt haben. Die Leute sind aber immer geblieben. Da stören uns die paar grauen Wolken heute auch nicht weiter“, sagte Erwin Heck. Und tatsächlich, nass wurde man bei der 27. Ausgabe des Kinder- und Straßenfestes in der Vennhauser Tannenhofsiedlung höchstens am Wagen der Freiwilligen Feuerwehr. Dort hatte sich am vergangenen Wochenende auch die mit Abstand größte Schlange des gut besuchten Straßenfestes gebildet. Kein Wunder, schließlich gehörte die Disziplin „Wasser-Fußball“, bei der man einen Ball per Wasserschlauch ins gegnerische Tor „spritzen“ muss, schon im vergangenen Jahr zu den bei den Kindern beliebtesten Aktivitäten. Mathilda und Carla schossen mit ihrem Schlauch aber lieber auf Pappschilder von brennenden Autos, Bäumen oder Häusern, die beim zielgenauen Treffen irgendwann dem Druck nachgaben. Eine spaßig-nasse Angelegenheit für die beiden Mädchen – und eine körperliche Herausforderung für Papa Wolfgang Stock, denn Wasser gab es über die Pumpe nur per Muskelkraft.

Ganz schön voll war es zeitweise auf dem Ohlauer Weg, denn das jährliche Fest des Siedler-, Bürger-, und Heimatvereins zieht mittlerweile nicht nur die Anwohner der Tannenhofsiedlung an. Familie Stock beispielsweise kam aus Eller angereist, das Gros der Besucher stellten aber natürlich die gut 5000 Bewohner der Siedlung dar.

Die braucht es auch, denn der organisatorische Aufwand für so ein kleines Straßenfest ist enorm. „Da müssen alle mit anpacken“, sagte Tobias Littek, der schon von Freitag an beim Aufbau der Stände mitgeholfen hatte. Für Littek schloss sich damit ein Kreis – aufgewachsen in der Tannenhofsiedlung und mit dem Fest – hilft er inzwischen selber mit, damit die jungen Generationen von heute einen Tag voller Spiel und Unterhaltung erleben können. „So ein jährliches Fest schweißt über Generationen hinweg Jung und Alt zusammen. Viele kennen sich dadurch schon seit der Kindheit und haben teilweise nun selbst Kinder“, erklärte Heck.

Bereits beim ersten Fest vor 27 Jahren waren schon die antiquierten Geräte zum Backen und Befüllen der Berliner dabei, die Petra Böhme am Kuchenstand frisch herstellt und verkauft. „Und sie tun noch immer Jahr für Jahr tadellos ihren Dienst“, sagte Böhme. Wer es lieber herzhaft mochte, der hielt sich an den benachbarten Grill- und Reibekuchenstand. Mit einem kühlen Alt oder einem exotischen – allerdings alkoholfreien – Cocktail konnten die Erwachsenen dann entspannt dem Treiben ihrer Kinder an den zahlreichen Spiel-möglichkeiten zuschauen. So hatte die Kita Striegauer Weg das „Hau den Lukas-Spiel“ in „Schlag die Erbse“ umgewandelt, während sich die Kinder bei den Betreuerinnen der Kita St. Reinhold Schmetterlings-Masken auf ihre Gesichter schminken lassen konnten.

Die Volker-Rosin-Schule brachte das Trendspiel Darts in den Ohlauer Weg und beim Torwandschießen des FC Tannenhof hielt man nach talentierten Nachwuchs-Kickern Ausschau. Für wen Fußball nichts ist, der konnte sich auch auf einem Skateboard probieren – das allerdings nur in digitaler Form auf der Konsole. „Ob jemand heute noch meinen Highscore von 10.000 Punkten knacken kann, glaube ich aber nicht“, sagte der elfjährige Noah nach seiner Runde, ehe er sich dem nächsten Spielstand zuwandte.

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