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Direktkandidaten in Düsseldorf: Das ist Rainer Matheisen von der FDP

Direktkandidaten in Düsseldorf : Das ist Rainer Matheisen von der FDP

Im Stadtrat hat sich Rainer Matheisen vor allem durch ein Thema einen Namen gemacht: Der 36-Jährige ist der oberste Beschützer der Gaslaternen.

Er streitet seit Jahren mit Ausdauer dafür, dass möglichst viele der historischen Lampen erhalten bleiben und hat sogar eine Unterschriftenaktion gegen den drohenden Abriss initiiert. Die Chancen stehen sehr gut, dass Matheisen bald im Landtag um Unterstützung für die besondere Straßenbeleuchtung der Landeshauptstadt werben kann, die auch dank seines Einsatzes nun zumindest in großen Teilen bleiben soll: Mit Listenplatz 19 wird Matheisen wohl als einziger Düsseldorfer Bewerber der Liberalen den Sprung ins Parlament schaffen. Für den Kaufmann wäre es der nächste Schritt einer politischen Karriere, die er im Düsseldorfer Studierendenparlament begonnen hat und bereits seit 2009, also in der zweiten Wahlperiode, im Stadtrat fortsetzt.

Dabei steht Matheisen zwar für klassisch liberale Positionen wie eine verantwortungsvolle Haushaltspolitik oder Investitionen in die Infrastruktur; im Landtag will er sich unter anderem für mehr Geld zum Ausbau und zur Modernisierung des ÖPNV starkmachen und auch mehr Mittel für den Wohnungsbau nach Düsseldorf bringen. Er überrascht aber auch immer wieder mit Standpunkten, die man nicht klassischerweise mit der FDP verbindet. So forderte Matheisen - der in seiner Studienzeit auch als DJ wirkte - kürzlich einen Erhalt des vor dem Abriss stehenden Boui Boui Bilk, um der alternativen Kultur in Düsseldorf nicht noch einen weiteren Raum zu nehmen. Sein Herz schlägt zudem für einen Stadtteil, der nicht zu den Hochburgen der FDP zählt: Oberbilk. Dort will er nicht nur die Kölner Straße vom Dauer-Stau befreien - sondern natürlich auch die Gasleuchten erhalten, selbst wenn in den alten Arbeiterquartieren nicht die schnörkeligen, von den Touristen geschätzten Alt-Düsseldorfer Leuchten stehen.

(arl)