Cognacbraun, kirschrot und senfgelb: Das ist die neue Herbstmode

Cognacbraun, kirschrot und senfgelb : Das ist die neue Herbstmode

Welcher Sommer? Für alle, die sich das fragen, gibt es jetzt schon einmal einen Vorgeschmack auf den Herbst - jedenfalls modisch gesehen. Kauf dich glücklich Kleider mit Raffungen in der Taille und an den Ärmeln, mal kurz, mal lang, gibt es jetzt in der wärmeren Version.

Zum Beispiel aus einem Wollgemisch in Cognacbraun oder Kirschrot. Knopfleisten am Rücken oder auf der Schulter bilden einen Blickfang bei den sonst eher schlichten Schnitten. Als ständiger Begleiter bietet sich ein Parka an. Den gibt es dieses Jahr nicht nur in Khakigrün, sondern auch in Marineblau und mit dickem Futter. "Zu Dunkelblau passt sehr gut das neue Rostrot", sagt Milena Fey, Verkäuferin bei "Kauf dich glücklich".

Hier gilt gleich eine ganze Kleiderständerreihe den beiden Farben. Auf der anderen Seite: senfgelb. Als Mantel im Trenchcoat-Stil, weich fallendes Kleid mit schwarzer Bindeschleife am Ausschnitt oder Accessoire. Dicke Strickjacken im "oversized look" erinnern jetzt schon an Abende vor dem Kamin. Bei den Schuhen dominieren halbhohe Schnürer neben solchen mit Keilabsätzen oder groben Stiefeln mit flauschigem Futter. Robert Ley Die Chinohose rettet sich auch in den Winter hinüber.

Sportlich und feminin kombiniert

Wichtig ist hier der stilistische Bruch. "Unten sportiv, oben feminin, zum Beispiel mit einer taillierten Bluse", erklärt Petra Candido vom Modehaus. Zu den neuen Bundfaltenhosen, die tief auf der Hüfte sitzen, empfiehlt sie hochhackige Schuhe. Außerdem im Trend: Ponchos mit Ethnodrucken, grobgestrickte Pullover und Strickjacken, aber auch Etuikleider und überknielange Röcke in A-Form. Farblich sind verschiedene Nuancen von grün und orange, aber auch Kamelfarbenes besonders angesagt.

Aber auch "colour blocking" ist erlaubt, das Kombinieren von zwei oder mehreren auffälligen Farben, gerne auch in Blockstreifenmuster. Bei Jacken und Mänteln stehen neben Parkas Wildledermäntel hoch im Kurs, die an die 70er Jahre erinnern. "Der Schal in allen Farben und Mustern rundet schließlich das Outfit ab", so Candido. rundholz Schwarz, die Unfarbe, ist immer extravagant. Jedenfalls, wenn Lenka und Carsten Rundholz das Design übernehmen.

Neben Röcken, Jacken und Dreiviertelhosen aus Leder finden sich hier auch Kleidungsstücke aus Webpelz. "Für die Kollektion haben wir mit Steiff zusammengearbeitet", erläutert Carsten Rundholz, "die Meterware wird auch für Teddybären verwendet". So gibt es zum Beispiel einen kurzen Fellrock oder eine überlange Weste mit großem Kragen in dem ungewöhnlichen Material. Gewaschene Wollmaterialien, damit arbeitet das Duo Rundholz besonders gerne. Kamelfarben ist hier angesagt. Das setzt sich auch beim Trenchcoat fort, der mit Wollfutter ausgestattet ist.

Wahlweise kann man sich auch Stulpen zulegen, die aussehen wie Mantelärmel. "Viele Teile haben bei uns außerdem einen "used look", sagt Carsten Rundholz, "ein bisschen Understatement". Der gelernte Grafikdesigner kam quasi nebenbei zum Modedesign: Als Nebenverdienst entwarf er Vorlagen für Strickmuster. Heute lässt er Stoffe mit Digitaltechnik bedrucken.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So denken die Düsseldorfer über die neuen Herbsttrends

(RP)